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Altmark-Klinikum gGmbH
Krankenhaus Gardelegen

Ernst-von-Bergmann-Str. 22
39638 Gardelegen
Tel (03907) 79-0
Fax (03907) 79-1248
E-Mail
info@altmark-klinikum.de
Altmark-Klinikum Krankenhaus Gardelegen :
Profil

Unsere Geschichte

Die Gründung und Entwicklung des Kreiskrankenhauses Gardelegen

Nehmen Sie sich etwas Zeit um in die Geschichte unseres Hauses einzutauchen.

Im Jahr 1875 war Gardelegen Kreisstadt im Regierungsbezirk Magdeburg der Provinz Sachsen. Der 1816 gegründete Kreis hatte eine Größe von 1303 qkm mit 52 000 Einwohnern. Davon lebten in Gardelegen 6 400. Zum Gebiet gehörten auch die Exklaven Heßlingen, Hehlingen und Wolfsburg, die 1932 an den Kreis Gifhorn abgetreten werden.

1871 wurde die Eisenbahnlinie Berlin-Lehrte eröffnet und 1870 wurden der Humorist und Coupletsänger Otto Reutter in Gardelegen geboren.

In dieser Zeit kamen der Stiftungsrat der Vereinigten großen St. Spiritus Kleine St. Spiritus, St. Georgs-Hospital und die Capellen-Stiftung zu dem Schluss, das die Stadt ein Krankenhaus benötigt.

Am   26. September 1876 schrieb der Gardeleger Kreisanzeiger "Unser Krankenhaus steht nun fertig und stattlich genug da und wird bald bereit sein, diejenigen Kranken aufzunehmen, welche zu Hause nicht das nötige Maß der Pflege finden".

Somit war die bauliche Voraussetzung für eine stationäre Versorgung kranker Menschen geschaffen, wie sie bisher in dieser Region nicht bestand.

In der damaligen Ritterstraße 10, der heutigen Außenstelle der Kreisverwaltung des Altmarkkreises Salzwedel, stand in 3 Geschossen eine Grundfläche von 350 qm zur Verfügung, z.B. befanden sich im Erdgeschoss 5 Krankenzimmer mit einer Nutzfläche von 95 qm. Diese Einrichtung wurde bis zum 30.06.1886 durch die Vereinigten Hospitalstiftungen zu Gardelegen betrieben und in Übereinstimmung mit dem Kreistagsbeschluss vom 17. Dezember 1885 mit Wirkung ab dem 1. Juli 1886 an den Kreis Gardelegen übertragen.

Der später vereinbarte Kaufpreis, den die Stadt entrichtet, betrug 65.000,- Mark. Damit ist das Krankenhaus in Gardelegen in die, wie wir heute sagen, Trägerschaft des Kreises übernommen worden.

Im Jahr 1925 kann das Gebäude den gestiegenen Anforderungen nicht mehr genügen. Im Erweiterungsbau wird eine chirurgische Abteilung eingerichtet. Die Chronisten berichten schon damals, dass das Gebäude den modernsten Anforderungen genüge. Eingerichtet werden auch neue Baderäume, Waschräume, Operationssäle und Röntgenräume sowie eine Heizungsanlage.

Es wurde sogar ein elektrischer Personenaufzug und ein Speiseenaufzug eingerichtet. Damals verfügte das Haus über 100 Betten.

Die ärztliche Leitung wurde dem Facharzt für Chirurgie und Frauenleiden, Dr. Schliemann, übertragen.

Schon 12 Jahre später musste der Kreisausschuss sich mit den Kapazitäten des Krankenhauses befassen und beschloss am 11.06.1937 einen "Ergänzungsbau des Kreiskrankenhauses Gardelegen sobald als möglich durchzuführen".

Der Standort war hierfür jedoch nicht geeignet, so dass ein neuer Standort in der Stendaler Straße gekauft wurde. Dieses Gelände musste aus militärischen Gründen - ein Flugplatz war vorgesehen – wieder abgetreten werden.

Als endgültiger Bauplatz wurde dann der Standort an der heutigen Ernst-von-Bergmann-Straße ausgewählt, eine Wohnbebauung war nur in geringem Umfang vorhanden, so dass der Krankenhausbau auf der Hügelkuppe gut sichtbar stand. Eine jetzt umliegende Wohnbebauung begann erst in den Jahren 1953 bzw. im Eigenheimbereich der Albert-Schweitzer-Straße nach 1990.

Der im Beschluss vom 18.10.1938 getroffene Zusatz "dass die Krankenhausanlage erweiterungsfähig sein müsste" führte zu dem Grundstück in der Größe von 44 100 m² auf dem das heutige Kreiskrankenhaus Gardelegen steht und erweist sich heute als richtige Entscheidung.

Der Gardeleger Kreisanzeiger berichtet am 13.05.1939 über den Beginn des großen Bauvorhabens, dem Ersatzneubau unseres Krankenhauses, wie er nun bezeichnet wird.

Die bereits erkennbaren Kriegsereignisse werfen auch auf den Neubau ihre Schatten voraus, es werden ohne Baugenehmigung einzelne Maßnahmen begonnen, die Sperrung und ein Baustopp angedroht. Nur die Kriegswichtigkeit als Lazarett verhindert dies, die Baupolizei sperrt den Bau nicht.

Am 29.11.1941 wird der Gebrauchsabnahmeschein für das Hauptgebäude des Kreiskrankenhauses ausgestellt.

Ohne Verzögerung zieht nun der Leitende Chefarzt Dr. Kaufmann mit Patienten und Mitabeitern aus der Ritterstr. 10 an den neuen Standort um und verhindert damit, dass eine Nutzung des Krankenhausneubaues als reines Lazarett für die deutsche Wehrmacht erfolgen kann, dies bleibt so bis zum Ende des 2. Weltkrieges. Als Beauftragter des Landrates wurde für die Verwaltung Herr Otto Steinig verantwortlich benannt.

Dr. Kaufmann übernimmt ein modernes Krankenhaus mit getrennten Abteilungen für Männer, Frauen und Kinder mit einer Bettenkapazität von 128 Betten sowie zusätzlich einer Isolierstation mit 20 Betten.

Vorbildlich ausgestattete Funktionsbereiche für Operationen, Röntgenabteilung, wirtschaftliche Versorgung und auch ambulante Behandlungsräume sind vorhanden, ein für damalige Verhältnisse auf neuesten Stand ausgerichtetes Krankenhaus war entstanden.

Mit Ende des 2. Weltkrieges wurde dass Kreiskrankenhaus durch die Rote Armee vereinnahmt und stand für die zivile Nutzung erst wieder ab 1947 zur Verfügung. Einzelne Räumlichkeiten im Erdgeschoss wurden als Pferdestall genutzt, Spuren davon sind noch heute auf dem Marmor der Vorhalle zu finden.

Der Krankenhausbereich war in dieser Zeit ausgelagert in das Jagdschloss nach Letzlingen, auch nach etappenweiser Rückkehr in die Ernst-von-Bergmann-Straße blieb Letzlingen für unterschiedlichste medizinische Aufgabenstellungen bis zum 27.12.1991 als Krankenhausabteilung des Kreiskrankenhauses bestehen.

In den Nachkriegsjahren und den Jahren der DDR galt es vor allem unter sehr eingeschränkten Möglichkeiten den Krankenhausbetrieb aufzubauen und aufrecht zu erhalten.

Den medizinischen Leitern, Herrn Dr. Mertens, Herrn Dr. Gleiche, Herrn Dr. Kleemann sowie den wirtschaftlichen Leitern Herrn Steinig, 1948-1971, und Herrn Seidel, 1971-1985 ist unsere Hochachtung für diese erbrachten Leistungen zusammen mit allen übrigen Mitarbeitern in dieser Zeit sicher.

Trotz hoher persönlicher Einsatzbereitschaft waren die Möglichkeiten in den Jahren 1945-1990 sehr eingeengt, Fortschritte nur in sehr kleinen Schritten zu erreichen. Trotzdem konnten Maßnahmen, wie die Errichtung eines Neubaus für die Kreispoliklinik am KKH 1975 realisiert werden und damit Räumlichkeiten im Haus III für die HNO-Abteilung freigezogen werden.

Weitere Beispiele sind der Neubau einer Kinderklinik 1970 mit 40 Betten, 1978 Eröffnung einer interdisziplinären ITS, Einbau einer zentralen Vakuum und Druckluftanlage in alle 3 OP-Säle 1974, Umbau des Kreissaales 1976, Erweiterung der Funktionsdiagnostik 1975.

Der Erweiterungsbau, der 1988 für die Kinderklinik begonnen wurde, konnte erst 1992, also bereits im wiedervereinigten Deutschland beendet werden.

In der Geschichte des Krankenhauses ist die Zeit nach der Wiedervereinigung die Zeitspanne mit den größten medizinischen und baulichen Veränderungen.

Mit Unterstützung des Krankenhausträgers, des Landes und der Krankenkassen wurden umfangreiche Sanierungen, Neubauten und medizintechnische Neuanschaffungen durchgeführt. Hier eine nicht vollständige Liste


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Bettenhausneubau
Am 07.06.2001 wurde der langersehnte Bettenhausneubau mit 102 Bettenplätzen, Funktionsräumen im Verbindungsbau, der Physikalischen Therapie für die Patientenbetreuung freigegeben. Kurz vorher zog das Labor in den nun endgültigen Standort um und verfügt damit auch über beste räumliche und apparative Bedingungen für die Diagnostik.

Es entstand ein Service und Besucherbereich mit Aufenthaltsflächen, einer Cafeteria und Kiosk welche am 01. Dezember 2001 eröffnet wurden.

Im Juli 2003 konnten die beiden Stationen im Altbau nach vollständiger Renovierung wieder bezogen werden. Mit dem Umzug der letzten internistischen Station aus dem Nebengebäude im Juni 2004 sind alle Patienten in modernsten Räumlichkeiten untergebracht.

Am Krankenhaus befinden sich die Rettungswache, ein Hubschrauberlandeplatz, der über 24 Stunden angeflogen werden kann sowie die Notfallambulanz, die 24 Stunden versorgungsbereit ist.

Seit dem 1.1.2003 ist das Krankenhaus Gardelegen durch den Krankenhausträger, den Altmark-Kreis Salzwedel, gemeinsam mit dem Krankenhaus Salzwedel in die Altmark-Klinikum gGmbH überführt worden. Gleichzeitig ist ein Managementvertrag mit dem Verein zur Errichtung evangelischer Krankenhäuser e.V. Berlin geschlossen worden, der seitdem die Geschäftsführung des Altmark-Klinikums wahrnimmt.

Im September 2004 wurde in Kooperation mit dem Johanniter-Krankenhaus in Stendal und dem Krankenhaus in Salzwedel das "Brustzentrums Altmark" gegründet. Mit dem Brustzentrum ist sichergestellt, dass Frauen mit der Diagnose Brustkrebs die beste medizinische Betreuung erhalten.

Die internistische Klinik des Krankenhauses ist von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft als anerkannte Behandlungseinrichtung für den Typ 1 und Typ 2 im November 2004 zugelassen worden. Damit steht zur Behandlung dieser Volkskrankheit erstmalig altmarkweit eine anerkannte, spezialisierte Klinik zur Verfügung.

Eröffnung des Medizinischen Versorgungszentrums im Juni 2005 – einer 100-prozentigen Tochter des Altmark-Klinikums, mit den Praxen für Innere Medizin, Neurologie, Kardiologie, Orthopädie und Logopädie, einer Apotheke, einem Sanitätshaus und dem ambulanten Pflegedienst der Volkssolidarität.

Nach gut 2 Jahren intensiver Vorbereitung haben es die beiden Häuser des Altmark-Klinikums im November 2005 geschafft. Sie erhalten die krankenhausspezifische Zertifizierung nach KTQ-Richtlinien.

Im Oktober 2006 wird die Tagesklinik für ambulante Operationen und Chemotherapie in den ehemaligen Räumen der Chirurgischen Ambulanz seiner Bestimmung übergeben.



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