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Altmark-Klinikum gGmbH
Krankenhaus Salzwedel

Anästhesie & Intensivmedizin
Dr. med. Günter Mitschke
Brunnenstraße 1
29410 Salzwedel
Tel (03901) 88-7600
Fax (03901) 88-7699
E-Mail
g.mitschke@altmark-klinikum.de
Altmark-Klinikum Krankenhaus Salzwedel : Medizinische Abteilungen & Zentren :
Anästhesie

Schmerzerleichterung zur Entbindung

Zur Schmerzerleichterung unter der Geburt stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung.
Wichtig bei der Auswahl der Schmerzerleichterungen ist, dass:

 

Wie können wir Schmerzen mindern?

Medikamente in die Vene, in den Muskel oder oral gegeben, wirken im gesamten Körper. Schmerzmittel lassen die Gebärende schlafen und werden vom Geburtshelfer in der Mitte der Eröffnungsperiode gegeben, um eine etwaige Atmungsschwäche des Neugeborenen bei der Geburt zu verhindern.

Eine Pudendusanästhesie, von dem Geburtshelfer durchgeführt, betäubt nur den Beckenboden und kann deshalb nur in der Austreibungsphase angewendet werden.

Nach Anlage eines Periduralkatheters, können Mittel zur Schmerzausschaltung direkt in den Periduralraum der Lendenwirbelsäule gegeben werden. Die Dosierung wird so gewählt, dass nur die Schmerzen gedämpft werden, die Bewegungskraft der Muskulatur aber erhalten bleibt. Die Periduralanästhesie kann als die effektivste Methode der Schmerzausschaltung bezeichnet werden.

Bei akuter Indikation zum Kaiserschnitt ( Sectio caesarea), meist aus kindlicher Indikation, wenn die Geburt schnell beendet werden muss, wird eine Allgemeinanästhesie durchgeführt. Dabei ist die Mutter durch eine erhöhte Aspirationsgefahr gefährdet. Aspiration bedeutet das Einatmen von erbrochenem Mageninhalt in die Lunge mit in der Regel nachfolgender Lungenentzündung. Die erhöhte Aspirationsgefahr der Mutter ergibt sich, da das Kind zum einen die normale Darmtätigkeit behindert und andererseits die Mutter meist zusätzlich nicht nüchtern ist. (Nüchternheit bedeutet: nicht gegessen und nicht geraucht in den letzten 6 Stunden und keine klare Flüssigkeit in den letzten 2 Stunden).

Kann die Schnittentbindung geplant werden, kann der Eingriff in Teilnarkose, entweder als Spinalanästhesie oder als Periduralanästhesie, durchgeführt werden. Der Vorteil der Teilnarkose ist, dass die Patientinnen  von "Anfang an dabei" sind, das heißt, schon nach der Abnabelung den ersten Schrei ihres neugeborenen Kindes hören können.

Nach einer Allgemeinnarkose wird mit Hilfe einer Schmerzpumpe (PCA , "Patienten kontrollierte Analgesie") der Operationsschmerz bekämpft. Hierbei können Sie sich die benötigten Schmerzmittel selbst in die Vene geben.

 

Mögliche Risiken

Nach einer Regionalanästhesie sind Befindlichkeitsstörungen selten und gehen im Allgemeinen rasch vorüber. Durch die ständige Betreuung durch Ihren Anästhesisten und die engmaschige Überwachung mit Hilfe technischer Geräte ist das Risiko ernsthafter Zwischenfälle heutzutage äußerst gering. Während des Aufklärungsgesprächs vor der Operation wird ihr Anästhesist die speziellen Risiken einer Anästhesie mit Ihnen besprechen. Sollten Sie weitere Fragen im Zusammenhang mit der Operation haben, zögern Sie nicht uns zu fragen.

Weitere Informationen über die genannten schmerzerleichternden Verfahren und deren allgemeine und spezielle Risiken erhalten Sie in einem speziellen Merkblatt, das Sie bereits in der Schwangerenberatung erhalten können. Füllen Sie den Fragebogen bitte aus und bringen Sie Ihn zu Ihrer Entbindung mit. Zur Geburt kann dann das Gespräch mit dem Anästhesisten erfolgen und mit einer Unterschrift von Ihnen und dem Anästhesisten abgeschlossen werden.



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