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Altmark-Klinikum gGmbH
Krankenhaus Salzwedel

Anästhesie & Intensivmedizin
Dr. med. Günter Mitschke
Brunnenstraße 1
29410 Salzwedel
Tel (03901) 88-7600
Fax (03901) 88-7699
E-Mail
g.mitschke@altmark-klinikum.de
Altmark-Klinikum Krankenhaus Salzwedel : Medizinische Abteilungen & Zentren :
Anästhesie

Fragen & Antworten

: Was passiert nach der Operation?

: Die meist gestellten Fragen zur Allgemeinanästhesie

: Die meist gestellten Fragen zur Regionalanästhesie

 

Was passiert nach der Operation?

: Die Schmerzbehandlung

: Der Aufwachraum

: Die Intensivbehandlung

: Besonderheiten bei ambulanten Narkosen

Die Schmerzbehandlung

Schmerzen sind biologisch sinnvoll
Schmerzen sind eine besonders wichtige Wahrnehmung. Sie warnen unseren Körper vor Schädigungen. Über komplizierte Verschaltung im Rückenmark und Gehirn helfen sie bei der Abwehr von Gefahren (z.B. Stressreaktion und Wegziehen der Hand beim Berühren eines heißen Gegenstandes).

Starke Schmerzen nach Operationen sind nicht sinnvoll sondern schädlich
Operationsschmerzen sind künstlich hervorgerufen – sie haben keinen warnenden Signalcharakter und müssen deshalb nicht ertragen werden. Sehr starke Schmerzen sind zudem schädlich. Sie stören nicht nur Ihr Allgemeinbefinden sondern können den Heilungsprozess beeinträchtigen und verzögern. Bereits im Aufwachraum beginnt die Schmerzbehandlung. Auf den Stationen können je nach Bedarf schmerzlindernde Tabletten, Zäpfchen oder Injektionen, evtl. auch direkt in die Blutbahn gegeben werden. Deshalb melden Sie sich bitte, wenn Sie Schmerzen haben.

Eine gute Schmerzbehandlung

 

Bei starken Schmerzen kann die sogenannte "patientenkontrollierte Analgesie" (Schmerzlinderung) PCA zur Anwendung gelangen. Mit diesem Verfahren können Sie Ihre Schmerzbehandlung über eine spezielle Infusionspumpe selbst steuern und sich bei Bedarf durch Betätigung eines Schalters eine bestimmte Dosis eines hochwirksamen Schmerzmittels zuführen. Mögliche Nebenwirkungen (wie Übelkeit, Juckreiz, Blasenentleerungsstörungen, Taubheitsgefühl) werden von den Anästhesieärzten überprüft und gegebenenfalls behandelt.

 

Der Aufwachraum

Die erste Medizinerin, die sich für eine allgemeine Überwachung von Patienten nach Operationen aussprach, war die Engländerin Florence Nightingale (1820-1910) im Jahre 1863. Sie formulierte erstmals den Vorteil eines räumlichen Zusammenhangs zwischen Operationseinheit und postoperativer Überwachungsmöglichkeit. In Deutschland wurde die Notwendigkeit zur Einrichtung von Aufwachräumen zur unmittelbaren postoperativen Überwachung erst vor ungefähr 30 Jahren allgemein anerkannt. Innerhalb der modernen Anästhesie und der postoperativen Versorgung nimmt die Überwachung von Patienten in der unmittelbar postoperativen Phase eine zentrale Stellung ein. Der Aufwachraum bietet für alle postoperativen Patienten, bei denen keine Behandlung auf einer Intensivstation nötig ist, die Sicherheit einer adäquaten postoperativen Überwachung mit der Möglichkeit, zeitgerecht operationsbedingte oder anästhesiologisch bedingte Komplikationen zu therapieren.

Nach Beendigung der Operation und Narkose werden Sie im Aufwachraum überwacht. Bereits dort werden erste auftretende Schmerzen behandelt werden. Sollten Sie am 1. Tag nach der Operation Muskelkater und Halsschmerzen verspüren, so können diese Beschwerden mit der Narkose zusammenhängen. Diese Beschwerden verschwinden aber schnell wieder. Haben Sie nach der Operation Schmerzen oder Übelkeit, so melden Sie sich bitte bei der Schwester oder dem Arzt. Sie werden Ihnen helfen.

Bei sehr großen Operationen ist allerdings eine Behandlung auf einer Intensivstation notwendig, die in aller Regel geplant sind. Behandlungen auf einer Intensivstation sind sehr teuer, personal- und geräteintensiv. Der Aufenthalt ist nicht immer angenehm, da eine intensive Überwachung erfolgen muss.

Im Spektrum aller möglichen postoperativen Zustände gibt allerdings auch Formen, die nicht unbedingt die Kriterien einer intensivstationären Behandlung erfüllen, andererseits aber auf einer Normalpflegestation nicht bewerkstelligt werden können. Für solche Patienten haben wir sichergestellt, dass eine Überwachung und Behandlung, die in ihrer Qualität der einer Intensivstation nicht nachsteht, vorhanden ist. Eine solche Zwischenstation heißt IMC (Intermediate Care), zu deutsch Wachstation.

 

Die Intensivbehandlung

Nach einer schwierigen und langen Operation kann es notwendig sein, dass Sie auf die Intensivstation verlegt werden. Dies geschieht entweder zur lückenlosen Überwachung oder zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der Körperfunktionen. Hierüber wird Ihr Anästhesist mit Ihnen sprechen.

Wenn Sie auf der Intensivstation erwachen, kann es sein, dass Sie noch den Beatmungsschlauch im Mund haben. Sie können dann nicht sprechen. Es wird aber ständig eine Pflegekraft an Ihrem Bett sein, die dieses Problem kennt und weiß, wie Sie Ihnen helfen kann. Normalerweise sorgt die Gabe von Schlaf- und Schmerzmittel (=Analgosedierung) während dieser Phase dafür, dass Sie sich an diese Situation später nicht erinnern können. Sollte dies dennoch der Fall sein, so informieren Sie uns bitte nach Ihrem Intensivaufenthalt darüber. Wir sind stets bemüht, die Qualität unser Analgosedierungs-Maßnahmen zu verbessern.

Eine häufige Beschwerde ist der trockene Mund, eventuell auch ein Durstgefühl. Da Sie noch nicht trinken können oder dürfen, werden diese Beschwerden dann mit künstlichem Speichel gelindert.

Meist wurde Ihnen auch während der Narkose ein Blasenkatheter gelegt. Sie können dann das Gefühl haben, Wasser lassen zu müssen, obwohl der Urin über diesen Katheter abfließt.

Bei Störungen der Lungenfunktion kann es erforderlich sein, Sie so lange künstlich über den Trachealtubus zu beatmen, bis sich Ihre Lunge wieder erholt hat. Dann kann der Tubus meist rasch entfernt werden. Bei ausgeprägter Schwäche kann die Entwöhnung von der künstlichen Beatmung aber auch Tage dauern. Die maschinelle Atemhilfe wird dann langsam reduziert.

Wenn Sie nicht essen können oder dürfen, werden Sie künstlich ernährt. Meist geschieht das über eine Magensonde, die über ein Nasenloch und die Speiseröhre in den Magen vorgeschoben wurde. Nur wenn Ihr Magen und/oder Darm nicht richtig arbeiten oder nicht mit Nahrung belastet werden dürfen, werden Sie durch Infusion von Nährstoffen in Ihr Blut über Venenkatheter ernährt. Zur Kontrolle und Behandlung des Kreislaufs kann eine eingreifende Überwachung wichtiger Kreislaufgrößen nötig sei. Dazu werden dünne, flexible Kunststoffschläuche (Katheter) in Arterien und Venen gelegt. Diese belästigen Sie aber nicht.

Über weitere Intensivbehandlungsmaßnahmen, die eventuell erforderlich werden können, sowie die Risiken einer Intensivbehandlung wird Sie Ihr Anästhesist gern informieren.

 

Besonderheiten bei ambulanten Narkosen

Bei Operationen in Narkose im ambulanten Bereich gelten die gleichen Bedingungen wie für den klinischen Bereich.

Am Vorabend vor der Operation können Sie ganz normal essen und trinken. Mindestens 6 Stunden vor der Operation darf nichts gegessen werden, klare Flüssigkeit bis 2 Stunden davor getrunken werden.

In der Phase nach dem Erwachen aus der Narkose sollten Sie sich langsam mobilisieren, da es anfangs zu Kreislaufproblemen kommen kann.

In der Regel können Sie je nach Dauer und Schwere des Eingriffs etwa 2-6 Stunden nach der Operation nach Haus entlassen werden. Dazu ist eine Begleitperson unbedingt erforderlich. Eine Teilnahme am Straßenverkehr ist je nach Größe des Eingriffs für 12-24 Stunden nicht erlaubt.

Nach dem Eingriff sollten Sie keinen Alkohol trinken, keinen Sport treiben und keine juristisch relevanten Entscheidungen treffen. Das heißt, Sie sollten für 24 Stunden z.B. keinen Vertrag unterschreiben. Es wäre günstig, wenn Sie jemand zu Hause betreuen könnte. Ein Telefon sollte Ihnen zur Verfügung stehen, damit Sie Rat und Unterstützung erhalten können. Wenn postoperativ Probleme auftreten sollten,

RUFEN SIE UNS BITTE SOFORT AN

Wir sind rund um die Uhr erreichbar für Sie unter der Nummer (03901) 886.

 

 

 

Die meist gestellten Fragen zur Allgemeinanästhesie

Warum darf ich vor der Operation nichts essen und trinken?

Durch die Allgemeinanästhesie werden neben dem Bewusstsein und der Schmerzempfindung auch die Schutzreflexe (z.B. Schluck- und Hustenreflex) ausgeschaltet. Es besteht daher die Gefahr, dass Mageninhalt in den Rachen gelangt, eingeatmet wird und eine schwere Lungenentzündung hervorruft. Diese Gefahr ist umso größer, je größer der Mageninhalt ist, d.h. je kürzer die letzte Mahlzeit zurückliegt. Vor der Anästhesie sollten Sie daher im Interesse eigener Sicherheit mindestens sechs Stunden keine feste Nahrung zu sich nehmen und mindestens vier Stunden nichts mehr trinken.

 

Wie schnell wirkt die Allgemeinanästhesie?

Die modernen Medikamente ermöglichen ein rasches und sanftes Hinübergleiten in den schlafähnlichen Zustand der Allgemeinanästhesie. Sowohl beim Einspritzen der Medikamente in den Infusionsschlauch als auch bei Verabreichung mit der Atemluft schlafen Sie nach einer halben bis einer Minute ein.

 

Wache ich während der Operation wirklich nicht auf?

Nachdem Sie eingeschlafen sind, überprüft Ihr Anästhesist ständig neben den lebenswichtigen Organfunktionen auch die Narkosetiefe. Mit Hilfe der heute verfügbaren Medikamente kann er sie sehr genau und rasch regulieren. Sie brauchen sich also keine Sorgen machen, dass Sie während der Operation wach werden.

 

Werde ich unter der Narkose Sachen sagen, die ich sonst nicht sagen würde?

Nein, das passiert nie.

 

Kann es passieren, dass ich nicht mehr aufwache?

Die Anästhesie ist heute sicher wie nie zuvor. Diese erfreuliche Tatsache ist vor allem der Entwicklung neuer Medikamente und besserer Überwachungsmöglichkeiten für die Funktion der lebenswichtigen Organe zu verdanken. Dennoch können auch heute in seltenen Fällen lebensbedrohliche Komplikationen auftreten. Das Risiko hierfür wird vor allem von den Begleiterkrankungen des Patienten und von der durchgeführten Operation bestimmt, weniger von der Anästhesie selbst. Für körperlich belastbare Patienten, die sich einem begrenzten Eingriff unterziehen, ist es äußerst gering.

Um ihrem Anästhesisten die Einschätzung Ihres individuellen Narkoserisikos zu erleichtern, beantworten Sie die vielen Fragen auf dem Fragebogen, den Sie vor jeder Narkose bekommen und geben alle Besonderheiten ihres Gesundheitszustandes beim persönlichen Gespräch an. Weiterhin befolgen Sie bitte die Anweisungen bezüglich Nüchternheit und Medikamenteneinnahme. So läßt sich das schonendste und sicherste Narkoseverfahren für Sie auswählen und durchführen.

 

Wann bin ich wieder richtig wach?

Die modernen Medikamente lassen eine sehr gute Steuerung der Anästhesiedauer zu. Schon wenige Minuten nach Ende der Operation sind Sie daher wieder "wach" im Sinne der Anästhesisten, das heißt, dass Sie selbst wieder ausreichend atmen können, Ihre Schutzreflexe zurückgekehrt sind und wir uns mit Ihnen verständigen können. Bis Sie Ihrer Umgebung wieder wach Aufmerksamkeit entgegenbringen und sich für Aktivitäten wie Lesen, Fernsehen u.ä. interessieren, vergehen jedoch in Abhängigkeit von Art und Dauer der Operation mindestens eine, nicht selten auch viele Stunden. Diese Zeitspanne ist auch von der Art und Dosis der Schmerzmittel abhängig, die Sie nach der Operation benötigen.

 

Werde ich starke Schmerzen haben?

Während der Operation verhindert die Narkose oder die Regionalanästhesie, dass Sie Schmerzen haben. Sie erhalten unter Narkose schon Medikamente, die auch nach Ende der Operation noch gegen Schmerzen wirken. Eventuell erhalten Sie auch einen Schmerzkatheter. Im Aufwachraum werden Sie nach Ihren Schmerzen befragt (Schmerzmessung) und erhalten, wenn nötig ein starkes schnell wirksames Schmerzmittel, so häufig bis Sie schmerzarm sind, erst dann werden Sie zurück auf ihre Station verlegt. Dort werden Sie von den Pflegekräften weiterhin regelmäßig nach Ihren Schmerzen befragt und erhalten, wenn notwendig ein für Sie angepaßtes Schmerzmittel.

 

Welche Beschwerden kann ich nach einer Narkose haben?

Allgemeine Risiken eines Betäubungsverfahrens:

Spezielle Risiken werden persönlich mit Ihnen beim Prämedikationsgespräch besprochen.

 

Wann kann ich wieder essen und trinken?

Frühzeitige Zufuhr von Flüssigkeit und fester Nahrung nach einer Anästhesie führt häufig zu Übelkeit und Erbrechen. Im eigenen Interesse sollten Sie daher mit dem Trinken mindestens drei Stunden, mit der Aufnahme fester Nahrung mindestens sechs Stunden warten. Nach Operationen an den Bauchorganen, insbesondere am Darm, können sich diese Zeitintervalle zum Teil um ein Mehrfaches verlängern.

 

Die meist gestellten Fragen zur Regionalanästhesie

Reicht die Betäubung für die Zeit der Operation aus?

Ja, normalerweise reicht die Regionalanästhesie für die Zeit der Operation aus. Wird eine längere Operationsdauer erwartet, so kann ein Verweilkatheter platziert werden, über den bei Bedarf jederzeit nachgespritzt werden kann.

 

Falls die Operation unerwartet länger dauert und die Betäubung nicht ausreicht, habe ich dann Schmerzen?

Nein, Sie müssen keine Schmerzen haben. Sollte die Betäubung abklingen, so können Sie zusätzlich über die Infusion Schmerzmittel erhalten. Auch der Übergang auf eine Allgemeinanästhesie ist jederzeit möglich.

 

Bin ich während der Operation wach?

Wenn Sie dies wünschen, können Sie die Operation schmerzfrei und wach erleben. Viele Patienten möchten jedoch lieber schlafen, wir können Ihnen dann ein Schlafmittel in die Infusion geben. Zur Entspannung können Sie Ihre Lieblingsmusik über Kopfhörer genießen.

 

Kann ich bei der Operation zuschauen?

Bei jeder Operation muss das Eindringen von Bakterien und anderen schädlichen Mikroorganismen in die Wunde mit allen Mittel verhindert werden. Die Haut wird daher vorher sorgfältig desinfiziert, das Operationsfeld nach allen Seiten mit keimfreien Tüchern abgedeckt. In der Regel können Sie daher nicht bei der Operation zuschauen. Ausnahmen bilden u.U. Gelenkspiegelungen (Arthroskopie), bei denen Sie die Operation auf einem Fernsehbildschirm verfolgen können.

 

Wie schnell wirkt die Regionalanästhesie?

Die Wirkung der Regionalanästhesie setzt innerhalb einiger Minuten ein. Es kann aber manchmal länger dauern, bis die Anästhesie ihre volle Ausprägung erreicht.

 

Kann ein bleibender Schaden durch die Regionalanästhesie entstehen?

Alle für die Regionalanästhesie verwendeten Materialien und Medikamente wurden speziell im Hinblick darauf entwickelt, das Risiko einer Nervenschädigung möglichst auszuschließen. Bleibende Schäden sind daher heute extrem selten.



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