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Altmark-Klinikum gGmbH
Krankenhaus Salzwedel

Anästhesie & Intensivmedizin
Dr. med. Günter Mitschke
Brunnenstraße 1
29410 Salzwedel
Tel (03901) 88-7600
Fax (03901) 88-7699
E-Mail
g.mitschke@altmark-klinikum.de
Altmark-Klinikum Krankenhaus Salzwedel : Medizinische Abteilungen & Zentren : Anästhesie
Leistungsspektrum

Die Vollnarkose/Allgemeinanästhesie


Beatmung über eine Gesichtsmaske
Die Allgemeinanästhesie/Vollnarkose schaltet Ihr Bewusstsein und Schmerzempfinden im ganzen Körper aus. Sie befinden sich von Anfang bis Ende der Narkose in einem schlafähnlichen Zustand.

Zur Narkose wird meist eine Kombination von Medikamenten eingesetzt. Abhängig vom Einzelfall werden Schlafmittel, Mittel gegen Schmerzen, zur Muskelerschlaffung sowie zur Beeinflussung des vegetativen Nervensystems verabreicht. Diese Medikamente werden entweder in die Vene eingespritzt oder der Atemluft beigemischt. Eingeleitet wird die Anästhesie, indem die Medikamente über den liegenden Venentropf (Infusion) eingespritzt werden. Nur in Ausnahmefällen kommt beim Erwachsenen eine Narkoseeinleitung durch Einatmen eines Narkosegases infrage. Wenn Sie trotzdem eine Gesichtsmaske vorgehalten bekommen, dann nur, um Ihnen vor dem Einschlafen mehr Sauerstoff zuzuführen.

Nachdem Sie eingeschlafen sind, wird Ihre Atmung über diese Gesichtsmaske von uns unterstützt. In dieser Art werden kurze Eingriffe bis zu 15 Minuten Dauer durchgeführt.

Bei längeren Eingriffen wird ein Schlauch (Trachealtubus) in die Luftröhre (Intubation) oder in den Rachen (Kehlkopfmaske) eingeführt, um Ihre Atmung zu sichern


Lage der Kehlkopfmaske
Wenn Sie bereits schlafen, werden für manche Operationen, die besonders stark in Ihr Herz-, Kreislauf- oder Lungensystem eingreifen, erweiterte Überwachungen notwendig, z.B. die Punktion einer Arterie, um den Blutdruck ständig auf dem Überwachungsmonitor zu sehen und/oder die Einlage eines dünnen Katheters in eine große Halsvene, zur Verabreichung hochwirksamer Medikamente, sowie für die Blutentnahme zur Kontrolle verschiedener Körperfunktionen. Ihre Urinausscheidung kann mit Hilfe eines Blasenkatheters gemessen werden. Damit keine Luft oder Magensaft die Operation oder hinterher Ihr Wohlbefinden stört, wird mitunter ein Magenschlauch notwendig. Alle diese Überwachungen können helfen, Ihre Gesundheitssituation besser zu beurteilen und entsprechend schnell zu handeln, wenn es notwendig werden sollte. Wenn sich Ihr Gesundheitszustand stabilisiert hat, werden sie sofort entfernt.

 

Mögliche Risiken

Nach der Narkose können bei Ihnen Befindlichkeitsstörungen auftreten, die im Allgemeinen rasch vorübergehen. Durch die ständige Betreuung durch Ihren Anästhesisten und die engmaschige Überwachung mit Hilfe technischer Geräte ist das Risiko ernsthafter Zwischenfälle heutzutage äußerst gering. Während des Aufklärungsgesprächs vor der Operation wird Ihr Anästhesist die speziellen Risiken einer Anästhesie mit Ihnen besprechen. Sollten Sie weitere Fragen im Zusammenhang mit der Operation haben, zögern Sie sich nicht, uns zu fragen.

 

Risiken der Allgemeinanästhesie

Durch das Einlegen des Beatmungsschlauches (Trachealtubus) in die Luftwege, können Zahn- und Stimmbandschäden und Schluckbeschwerden auftreten. Nach der Narkose werden selten Halsschmerzen und Heiserkeit beobachtet, die aber nach 1-2 Tagen wieder verschwinden.

Bei der Narkoseeinleitung kann bei Nichteinhalten des Nüchternheitsgebotes Magensaft oder Mageninhalt in die Lunge übertreten (Aspiration) und eine schwere Lungenentzündung hervorrufen.

Nach der Narkose können Sie möglicherweise Übelkeit, Erbrechen, Entzündungen in den Einstichstellen der Kanülen, evtl. Blutergüsse (Hämatome) bei Fehlpunktionen bemerken

Ein Narkosebeatmungsgerät übernimmt oder unterstützt und überwacht Ihre Atmung. Herz- und Kreislauffunktionen werden auf einem Monitor angezeigt. Dadurch werden Störungen frühzeitig erkannt.

Durch Unverträglichkeitsreaktionen gegenüber Medikamenten, Infusionslösungen und Materialien kann es zu Haut- bis Herz- Kreislauferscheinungen kommen, die in einem sogenannten anaphylaktischen Schock enden können.

Extrem selten könnte ein Narkosefieber (maligne Hyperthermie) auftreten, eine Entgleisung des Muskelstoffwechsels während der Narkose.

Gefühlsstörungen in den Armen und Beinen können durch Druck auf Nerven verursacht werden. Diese sehr seltenen Störungen verlieren sich meist selbst innerhalb kurzer Zeit.  Sollte bei Ihnen ein größerer Eingriff bevorstehen oder Sie leiden an schwerwiegenden Erkrankungen, die ein erhöhtes Narkoserisiko bewirken, wird eine erweiterte Überwachung Ihrer Herz-Kreislaufsituation während der Narkose notwendig. Dazu zählen die arterielle Blutdruckmessung, der zentralvenöse Katheter, der Magenschlauch und der Blasenkatheter. Die Anlage derselben kann unter anderem lokale Entzündungserscheinungen, Blutergüsse, Gefäßverlegungen hervorrufen. Die Überwachungs-schläuche werden so schnell als möglich wieder entfernt.



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