Liebe Eltern,

herzlich willkommen! Auf dieser Sonderseite unseres Internetauftritts lernen Sie uns mal etwas abseits des Praxis- und Klinikalltags kennen.

Unser medizinisches und pflegerisches Fachpersonal vermittelt Ihnen wertvolle Tipps für die Gesundheit Ihrer Kinder. Sie erfahren zum Beispiel, dass wichtige Vorsorgeuntersuchungen in unseren Kinderarztpraxen Gardelegen und Salzwedel auch während der Corona-Pandemie möglich sind, weil hier ein hochwirksames Hygienekonzept umgesetzt wird. Weiterhin erläutern wir, wie man mit einem Zeckenbiss bei Kindern am besten umgeht und warum ein Mund-Nasen-Schutz bei Heuschnupfen leider keine ausreichende Wirkung zeigt.

Außerdem laden wir Sie, liebe Eltern und euch, liebe Kinder, auf eine kleine gemeinsame Reise durch die Welt der Kinderrechte ein, begleitet von unserem Salus-Maskottchen Piet. Nicht zuletzt können sich alle großen und kleinen Besucher*innen unserer Seite auf ein lebensfrohes Lied mit Martin Rühmann und seinen Freunden freuen: "Auf die Farben, auf die Liebe!" In diesem Sinne: Alles Gute - und bleibt oder werdet gesund.


Vergiftungsgefahr durch Verwechslung

Seit dem Jahr 2000 organisiert und koordiniert die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ e. V. (BAG) den Kindersicherheitstag. Ziel dieses Tages ist es, Bewusstsein für Unfallgefahren zu wecken und aufzuzeigen. Der diesjährige bundesweite Kindersicherheitstag am 10. Juni steht unter dem Motto „Unfallgefahren zu Hause“.

Zum Unfallgeschehen in der Häuslichkeit gehören auch Vergiftungen. Im Altmark-Klinikum werden generell Vergiftungserscheinungen bei Kindern unterschiedlicher Art und Form behandelt, unter anderem die durch Tabak und Zigaretten. „Die Kinder vergreifen sich an Fanta- oder Coladosen, die allerdings von Jugendlichen oder Erwachsenen mit Wasser gefüllt als Aschenbecher dienen. Sie sind für die Kleinen oft auf der Terrasse, dem Balkon oder auch auf dem öffentlichen Spielplatz frei zugänglich“, sagt Dipl.-Med. Verena Baum, Chefärztin der Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin im Altmark-Klinikum Salzwedel. „Das passiert sehr schnell, dass dann Kleinstkinder aus diesen Getränkedosen unbedarft trinken.“ Zu den Symptomen einer solchen Tabak- oder Zigarettenvergiftung zählen Erbrechen, Blässe, Unruhe, Zittrigkeit, Benommenheit oder unkontrollierter Speichelfluss.

Sollten Eltern eine Vergiftung feststellen, können sie sich sofort beim Giftnotruf in Erfurt telefonisch unter 0361 730730 erkundigen. Unter dieser Rufnummer erhalten dann die Eltern erste Ratschläge und was als nächstes zu tun ist.

Was tun im Notfall? 

  1. Ruhe bewahren!
  2. Bei lebensbedrohlichen Zuständen (Atem- oder Kreislaufstillstand, Bewusstlosigkeit) sofort Rettungsdienst unter Notruf 112 kontaktieren.
  3. Bei Haut- und/oder Augenkontakt umgehend mit Wasser spülen!
  4. Vorhandene Reste aus dem Mund entfernen und etwas Flüssigkeit (maximal ein Glas stilles Wasser, Tee oder Saft – auf keinen Fall Milch – trinken lassen).
  5. Kein Erbrechen auslösen!
  6. Giftnotruf unter 0361 730730 konsultieren, um Gefährdung einzuschätzen.

Der Giftnotruf benötigt folgende Angaben:

  • WER?                 Alter, Geschlecht, Körpergewicht
  • WOMIT?             Tabletten, Haushaltsprodukte, Chemikalien, Pilze, Drogen etc.
  • WIE VIEL?          Anzahl der Tabletten, Tropfen, andere Mengenangaben
  • WANN?              Zeitpunkt der Einnahme oder Einwirkung, Dauer der Einwirkung
  • WELCHE?          Krankheitserscheinung, Zustand des Betroffenen (Atmung,
                               Kreislauf, Bewusstseinslage

 

Flyer "Kinder vor Vergiftungen schützen"

Vorsorgeuntersuchung versäumt? Schutzimpfungen nicht auf dem aktuellen Stand?

Sollten Sie aus Angst vor einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus (oder einer anderen infektiösen Krankheit) den Weg in die Kinderarztpraxis scheuen, nutzen Sie bitte die Gelegenheit und informieren Sie sich telefonisch über das Hygienekonzept und den Ablauf der Untersuchungen. Das Praxisteam steht Ihnen sehr gern mit Rat und Tat zur Seite. Sollten Sie eine Vorsorgeuntersuchung versäumt haben, können Sie dennoch Ihr Kind mit Augenmerk auf einen zeitgemäßen Entwicklungsstand von unseren Kinderärzt*innen untersuchen lassen. 

Hier finden Sie unsere zuständigen Kinderarztpraxen: 

Gardelegen:  Fachärztliches Zentrum, Ernst-v.-Bergmann-Str. 22, Telefon: 03907 79-1348

Salzwedel:    Fachärztliches Zentrum, Karl-Marx-Str. 30, Telefon: 03901 88-7570

Zeckenbiss - und nun?

Unsere Erfahrungen in den Kinderarztpraxen zeigen, dass Eltern sich oft nicht trauen eine Zecke zu entfernen. Dabei sei das gar nicht so gefährlich oder riskant, versichert Kinderärztin Dipl.-Med. Ulrike Schulz. "Die Mütter oder Väter brauchen sich nicht davor fürchten, dass beim Herausziehen Borrelien vom Kind aufgenommen werden könnten."

Selbst wenn der Kopf der Zecke beim Entfernen (mit einer Pinzette oder Zeckenzange) abreißen sollte, sei das kein Grund die Notaufnahme oder die Kinderarztpraxis aufzusuchen. Meist fällt dieser von allein ab. Nur wenn sich eine Rötung,die zunehmend größer wird oder Entzündungen der betroffenen Hautregion zeigen, sollte eine fachärztliche Meinung eingeholt werden. Wichtig sei auch, dass eine Zecke in den ersten 24 Stunden entfernt wird. Dies verringert eine mögliche Infektion mit Borrelien. Die Eltern sollten aufmerksam sein und ihre Kinder nach dem Spielen oder Kindergartenbesuch absuchen. Dabei ist zu beachten, dass die kleinen Spinnentiere manchmal besser zu fühlen als zu sehen sind. "Beim Abstreichen der Haut kann die erfühlte Zecke an einen kleinen Splitter erinnern", erklärte die Kinderärztin.

Neben einer Borrelien-Infektion, gegen die es keine Schutzimpfung gibt, die aber antimikrobiotisch behandelt werden kann, sind Zecken auch Überträger der Erreger einer Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME genannt. Dagegen kann eine Schutzimpfung helfen. Auch wenn die Region westliche Altmark bisher nicht zu den Risikogebieten zählt, wird zu einer Schutzimpfung geraten. Die Kosten der Impfung übernehmen die Krankenkassen vollständig.

Weitere Informationen zu den Risikogebieten finden Sie hier: https://www.zecken-radar.de/fsme-risikogebiete/

 

Schützen Gesichtsmasken vor Pollen?

"Eine Gesichtsmaske schützt Allergiker und Allergikerinnen, die unter Heuschnupfen leiden, selbst mit Pollenfilter nicht ausreichend", erklärt Kinderärztin Dipl.-Med. Ulrike Schulz. Denn Pollen werden nicht nur über die Schleimhäute der Mund- und Nasenregion aufgenommen, sondern auch über die Augen.

Vermeiden sollten Allergiker und nicht nur Allergiker unbedingt, ihre Maske zum Niesen ab- und hinterher wieder aufzusetzen. Denn Masken sind ja gerade dafür da, den Ausstoß von Tröpfchen beim Niesen oder Husten abzumindern. Als Tipp gilt: Bitte die Maske aufbehalten und zusätzlich in die Armbeuge niesen. Anschließend die Maske entsorgen und eine neue Maske aufsetzen.

 

Schon gewusst?! Kinder haben Rechte!

Das Salus-Maskottchen Piet nimmt Sie und Ihre Kinder mit auf einen kleinen "Ausflug" in die Welt der Kinderrechte.

Auf geht's!

"Auf die Farben, auf die Liebe" - Martin Rühmann Band und Neue Nachbarn

Die warmen Sonnenstrahlen locken Alt und Jung immer mehr in die Natur. Sich wieder treffen dürfen mit der Familie und Freund*innen, spiegelt pure Lebensfreude wider.

Lassen Sie sich von diesem lebensfrohen Lied und farbenprächtigen Video inspirieren.

Das sind wir: Aktionsbündnis Kindergesundheit Altmark

Das Altmark-Klinikum unter dem Dach der Salus Altmark Holding, die Hansestadt Gardelegen, der Altmarkkreis Salzwedel und der Förderverein „Kindertraum“ haben ein Aktionsbündnis Kindergesundheit ins Leben gerufen. Die beteiligten Akteure setzen sich gemeinsam für eine verlässliche Gesundheitsversorgung der jungen Generation in der Region Altmark-West ein. Die stationäre und ambulante Versorgung kranker Mädchen und Jungen stehen ebenso im Blickfeld wie Initiativen zur Gesundheitsprävention. Ein erstes wichtiges Ziel des Bündnisses ist es, motiviertes Fachpersonal für die stationären und ambulanten pädiatrischen Angebote des Altmark-Klinikums zu gewinnen.

Erfahren Sie hier mehr über unser Aktionsbündnis
Broschüre "Erste Hilfe - Unfälle mit Kindern"