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200 handgehäkelte „Seelentröster“ für die Patientinnen und Patienten im Krankenhaus

Melanie Beischall (v. l.) und Christina Behrendt übereichten an Pflegedienstleiterin Birgit Herrmann 200 gehäkelte Glücksbringer für die Patientinnen und Patienten, die zur Weihnachtszeit stationär versorgt werden müssen, um zu den Feiertagen ein bisschen Farbe und vielleicht auch Trost einziehen zu lassen.
Melanie Beischall und Christina Behrendt als „Christkinder“ im Einsatz

Salzwedel. Inmitten der Adventszeit, einer Zeit des Innehaltens, der Wärme und der leisen Gesten, durfte sich Pflegedienstleiterin Birgit Herrmann über einen ganz besonderen Besuch im Krankenhaus Salzwedel freuen. Am Dienstag überreichten Melanie Beischall und Christina Behrendt aus Büssen 200 liebevoll selbstgehäkelte kleine Wollfiguren mit großen Botschaften: Hoffnung, Trost und ein Lächeln. 

Die Idee entstand schon im Sommer, als Melanie Beischall von einer ähnlichen Aktion las und sofort wusste: „Das ist großartig. Das mach ich auch.“  Sie dachte daran, wie schwer es für Menschen sein muss, die Feiertage nicht im Kreis der Familie, sondern im Krankenhaus verbringen zu müssen. „Ein kleines Lächeln zaubern – das ist das, worüber ich mich freuen würde“, beschreibt sie den Ursprung des Projekts. Gemeinsam mit ihrer Freundin Christina setzte sie den Gedanken in die Tat um. Beide häkeln leidenschaftlich gern, und so wurden aus unzähligen Maschen 200 farbenfrohe Glücksbringer. „Das ging recht schnell“, erzählt Christina Behrendt schmunzelnd. „Das ging ruckzuck“, pflichtet ihr Melanie Beischall bei. Kein Wunder, denn aus ihren geschickten Händen entstehen normalerweise auch kleinere Kuscheltiere, mit denen sie vor allem ihren eigenen Kindern Freude bereiten.

Für Pflegedienstleiterin Birgit Herrmann ist diese Spende mehr als eine nette Geste: „So eine gute Tat, so selbstlos. Das ist heute nicht selbstverständlich. Deshalb sollte so etwas besonders gewürdigt werden.“ Die kleinen Wollfiguren seien nicht nur liebevoll gestaltet, sondern eigneten sich auch hervorragend als Schlüsselanhänger und persönliche Glücksbringer. 

An Weihnachten werden die Seelentröster an alle Patientinnen und Patienten verteilt, mit der Hoffnung, dass sie genau das erfüllen, wofür sie bestimmt sind: ein Lächeln schenken, Freude bereiten und vielleicht auch ein bisschen Trost spenden in einer Zeit, die für viele mit Erinnerungen, Sehnsucht und stillen Momenten verbunden ist. 

Melanie Beischall und Christina Behrendt sind ein leuchtendes Beispiel dafür, wie viel Gutes aus kleinen Ideen entstehen kann, besonders in einer Zeit, in der Nächstenliebe und Fürsorge heller strahlen denn je.