Pressekontakt

Aktuelles aus Ihrem Gesundheitszentrum

Die Pressestelle des Altmark-Klinikums steht allen Medienvertretern als zentraler Ansprechpartner bei sämtlichen thematischen Fragen zum Unternehmen oder einer leistungsspezifischen Recherche zur Verfügung.

Wenn es um Presseinformationen, Pressekonferenzen, die Vermittlung von Gesprächspartnern, die Erteilung von Drehgenehmigungen und die Gestaltung von Medienkooperationen geht, nehmen Sie bitte mit der Pressestelle Kontakt auf.

Das Altmark-Klinikum und seine Tochtergesellschaften schätzen eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Presse und allen anderen Medien. Sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

 

Unsere aktuellsten Meldungen

  • 28.07.2021 | Welt-Hepatitistag: Impfung kann vor Leberschäden schützen

    Dr. med. Ines Mewes informiert zum Welt-Hepatitistag am 28. Juli

    Gardelegen/Salzwedel. Der 28. Juli ist der Geburtstag des amerikanischen Nobelpreisträgers und Entdecker des Hepatitis-B-Virus, Prof. Baruch Samuel Blumberg (1925 – 2011). Die WHO hat diesen Tag zum Welt-Hepatitis-Tag auserkoren, um die Menschen für dieses gesundheitsrelevante Thema zu sensibilisieren und ein besseres Verständnis der Virushepatitis und der durch sie verursachten Krankheiten zu fördern.

    Es gibt fünf Haupterregerstämme der Virushepatitis: Typ A, B, C, D und E. Bis auf die Variante A können alle weiteren Erreger eine akute oder auch chronische Infektion und Entzündung der Leber auslösen.

    „Erkrankungen durch ein Hepatitis-Virus sind selten, kommen aber immer mal wieder vor“, sagt Dr. med. Ines. Mewes, Leiterin der Stabsstelle Hygiene in der Salus Altmark Holding und Krankenhaushygienikerin sowie Fachärztin für Anästhesiologie.

    „Am bekanntesten sind in der Bevölkerung Hepatitis B und C. Diese Virustypen können durch Schleimhautkontakt oder Blut zum Beispiel bei Stich bzw. Schnittverletzungen übertragen werden“, so Dr. Mewes. Hepatitis A und E wird dagegen über Lebensmittel aufgenommen: „Vor allem beim Reisen im Ausland sollte darauf geachtet werden. Ein guter Tipp ist zum Beispiel, auf Eiswürfel in Getränken zu verzichten“, so die Medizinerin. Ein weiterer guter Hinweis eine Infektion vorzubeugen, ist eine Impfung.  Der Impfschutz hält einige Jahre vor. Ob nach einem gewissen Zeitraum immer noch genügend Antikörper vorhanden sind, kann mit einer Titer-Kontrolle beim Allgemeinmediziner bzw. in der Hausarztpraxis überprüft werden. 

    Dem medizinischen Personal wird eine Impfung empfohlen, um sich im Umgang mit Spritzen, Flexülen, Kanülen oder Skalpell vor Infektionen zu schützen.

    Bislang gibt es gegen den Erreger der C-Variante keine Schutzimpfung. Eine Hepatitis-C-Infektion verläuft meist ohne nennenswerte Beschwerde, Symptome könnten sein: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit. Allerdings ist diese Erkrankung chronisch und es kann zu Spätfolgen wie Leberzirrhose und Leberkrebs kommen. „Aber die Erkrankung ist mittlerweile sehr gut therapierbar“, erklärt die Medizinerin.

  • 19.07.2021 | Kräfte und Kompetenzen bündeln

    Neues Zentrum für Chirurgie im Altmark-Klinikum Salzwedel

    Salzwedel. Kräfte und Kompetenzen bündeln, kurze Wege für Patient*innen, Ärzt*innen und Pflegkräfte, Zentralisation der Sekretariate – das sind auf den Punkt gebracht die Vorteile, die mit der geplanten Gründung des Zentrums für Chirurgie dieses Jahres im Altmark-Klinikum Salzwedel entstehen. Gibt es bislang zwei chirurgische Kliniken, die für Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie die für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, werden seit dem 1. Juli zwei Fachrichtungen unter dem Dach des Zentrums für Chirurgie sein. Dazu gehört, dass beide Abteilungen auch räumlich zusammenrücken – auf die erste Ebene im Salzwedeler Krankenhaus, wo sich auch die Interdisziplinäre Intensivstation und die Operationssäle befinden. So sind alle Mitarbeiter*innen schnell verfügbar und erreichbar, sodass sich Patient*innen bestens aufgehoben fühlen dürfen.

    Zum Leiter des Zentrums für Chirurgie wurde Dr. med. Levent Yücel berufen, der seit sieben Jahren bereits Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie ist. In dieser Zeit hat er sich die Achtung der Patientinnen und Patienten sowie der Geschäftsführung der Salus Altmark Holding erarbeitet und ist nun sehr dankbar für das Vertrauen, das ihm die Geschäftsführung entgegenbringe. Während Dr. Yücel künftig wie bisher den Fachbereich Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie als Chefarzt leiten wird, ist die Position des Fachbereichsleiters der Allgemein- und Viszeralchirurgie noch vakant. Der bisherige Chefarzt dieses Bereiches, Dr. med. Jens Ruff, eröffnet mit dem 2. August 2021 in Salzwedel  eine chirurgische Praxis in selbständiger Niederlassung. Er wird neben seiner Praxis jedoch auch weiterhin dienstags und donnerstags als Chirurg im Operationssaal des Krankenhauses Salzwedel stehen und damit die ambulante und stationäre Patientenversorgung für die Stadt Salzwedel und den Altmarkkreis absichern. Darüber zeigt sich der Kaufmännische Leiter, Florian Landsmann, sehr erfreut: „Wir sind froh, dass wir nicht gänzlich auf die Expertise von Dr. Ruff verzichten müssen, sondern mit ihm einen weiteren sehr kompetenten Kooperationspartner für unser Klinikum gewinnen konnten.“

    Dr. Yücels Ziel ist es, das Zentrum für Chirurgie so aufzubauen, dass die Patientinnen und Patienten auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten hochwertig und professionell behandelt werden. „Mit der Zusammenführung der chirurgischen Abteilungen schaffen wir eine zentrale Anlaufstelle für chirurgische Patienten, die von der vernetzten Zusammenarbeit sehr profitieren“, so der Chefarzt, der sich als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie spezialisiert auf den Gebieten der Schulterchirurgie, Endoprothetik, Fußchirurgie und Traumatologie bereits eine erstklassige Visitenkarte ausgestellt hat. Der Spezialist sagt: „Das Altmark-Klinikum Salzwedel bietet modernste Ausstattungen und durch die engmaschige Verknüpfung aller Akteure ideale Bedingungen für eine hochwertige Patientenversorgung nach neuestem Standard.“

    Die Patientinnen und Patienten, über 2300 pro Jahr, verweilen nach einer Operation für ihre Genesung durchschnittlich 5 Tage im Altmark-Klinikum.

Informationen zu unserem neuen Zentrum für Chirurgie finden Sie hier

Salzwedel

Zentrum für Chirurgie

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Weitere Nachrichten

  • 06.07.2021 | "Machen Sie es einfach mal" - Warum küssen so gesund ist

    Ein Gespräch mit der Psychologischen Psychotherapeutin Bianka Callies zum Welttag des Kusses

    Die meisten Menschen haben darin Erfahrung und haben es schon gemacht. Im Durchschnitt macht es  jeder Europäer sogar zwei- bis dreimal täglich: Küssen. Ein Kuss ist nicht nur ein Zeichen von Zuneigung und Nähe, sondern soll auch gesund sein. Anlässlich des Tages des Kusses, zu dem weltweit der 6. Juli auserkoren wurde, sprachen wir mit der Psychologischen Psychotherapeutin Bianka Callies, Teamleiterin des Psychologischen Dienstes der Altmark-Klinikum gGmbH.

    Frau Callies, es heißt ja, dass das Küssen gesund ist, warum eigentlich?
    Das hat viele Gründe. Es ist ein typischer psychosomatischer Zusammenhang. Beim Küssen wird unser limbisches System, das ist unser Gefühlssystem, im Hirn aktiviert und daraufhin kommt es zur Ausschüttung verschiedener Botenstoffe. Einerseits werden die typischen Glücks-Botenstoffe wie Dopamin und Serotonin freigesetzt, die bewirken, dass wir uns wohler fühlen. Bei einer Depression zum Beispiel geht man davon aus, dass diese Botenstoffe gestört sind, weshalb sich Betroffene in der Stimmung schlecht fühlen. Beim Küssen werden diese Stoffe aber ausgeschüttet und sorgen dafür, dass wir uns wohler und besser fühlen.
    Und dann wird neben diesen Botenstoffen das sogenannte Bindungshormon, das Oxytocin, ausgeschüttet. Das sorgt dafür, dass wir mit dem Gegenüber besser in Verbindung kommen, es stärkt also die Bindung. Oxytocin wird auch beim Stillen eines Säuglings ausgeschüttet und sorgt neben vielen anderen Faktoren für eine enge Bindung zwischen Mutter und Kind.
    Außerdem wirkt Küssen entspannend, das heißt, dass auch auf muskulärer Ebene etwas passiert. Es ist stressreduzierend sozusagen. Und weniger Stress bedeutet ein stärkeres Immunsystem. Also macht Küssen auf diesem Wege auch gesund.

    Dann sollte man es wohl mehrmals täglich machen?
    Am besten ja. Es gibt sogar Untersuchungen, die gehen der Theorie nach, dass Küssen das Leben verlängert. Dabei ist allerdings wichtig, dass jeder ein individuelles Bedürfnis nach Küssen und Berührung überhaupt hat. Es gibt natürlich auch Menschen, die andere Bedürfnisse haben und denen es gar nicht so wichtig ist oder für die es vielleicht sogar unangenehm ist, sich zu küssen.

    Für die ist das dann wahrscheinlich auch nicht gesundheitsfördernd.
    Genau, denen bringt es dann nichts. Bei diesen Menschen löst das Küssen keine Glücks-Botenstoffe aus, sondern eher unangenehme Gefühle, was dann eher stresst.

    Frisch Verliebte haben wahrscheinlich keine Schwierigkeit, sich zu küssen, anders als Menschen in langjährigen Beziehungen oder wenn es in der Partnerschaft nicht so gut läuft.
    Ich glaube, dass Küssen auch eine Form der Kommunikation in der Beziehung ist. Da passiert nonverbal sehr viel: Wie viel oder wie wenig küsse ich, in welchen Situationen und auf welche Art und Weise. Wenn mich mein Gegenüber küsst, dann merke ich schon, wie der andere drauf ist. Das Kussverhalten verändert sich mit zunehmendem Alter und Beziehungsdauer. Dann werden vielleicht andere Formen des Küssens wichtiger und Rituale wie Gute-Nacht-Küsschen und Begrüßungsküsschen. Oder einfach mal in einem schönen Moment ein Küsschen, das ist dann genauso wichtig, auch wenn es nicht mehr so wild und leidenschaftlich ist wie bei frisch Verliebten.

    Verliebte sind ja auch meist nicht so anfällig für Erkältungen und andere Krankheiten.
    Gibt es Gründe, aus denen man nicht küssen sollte? Man tauscht ja auch Stoffe aus und Körperflüssigkeiten?

    Soweit mir das bekannt ist, spricht nichts gegen das Küssen. Definitiv werden unzählig viele Bakterien und Stoffe übertragen, aber das stärkt eher das Immunsystem, weil es damit arbeitet. Und dann ist es auch so, dass Hände schütteln und Türklinken anfassen risikoreicher sind, Erkältungen zu übertragen als das Küsschen mit dem Partner.
    Also mir fällt nichts ein, was gegen das Küssen spricht, außer das Bedürfnis des Einzelnen, der das vielleicht nicht möchte. Und das ist nicht nur bei der Liebe so, sondern auch bei Freundschaften. Das Küsschen auf die Wange spielt da genauso eine Rolle.

    Dann ist Küssen und Berührung immer nur dann für den Einzelnen gut, wenn er es möchte.
    Genau.

    Wer zum Beispiel in der DDR im Osten sozialisiert wurde, kannte es nicht so, dass sich zur Begrüßung umarmt und auch noch auf die Wange geküsst wurde. Da fühlte man sich überrumpelt, wenn man einfach geschnappt und umarmt wurde.
    Stimmt. So ein Kuss oder auch Küsschen bedeutet ja viel Intimität. Jeder hat seine individuelle Grenze, die dann vielleicht auch überschritten wird. In manchen Ländern ist das Küssen so gut wie kein Thema, da gehört das überhaupt nicht zu einer Paarbeziehung dazu und auch nicht zur Sexualität und in der Öffentlichkeit ist küssen dort undenkbar. Es gibt sogar Länder, in denen ist es laut Gesetz verboten, sich öffentlich zu küssen, wie zum Beispiel Indonesien oder Malaysia.

    Sie sagten, Berührungen haben eine ähnlich gute Wirkung wie das Küssen.
    Ja, Küssen ist ja eine Form der Berührung. Und wir Menschen brauchen auch Berührung, natürlich nach individuellem Bedürfnis, nicht jeder gleich viel oder wenig.
    Zum Beispiel wissen wir, dass ein Kind berührt werden muss, um sich gut zu entwickeln. Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass Kinder, die vernachlässigt und zu wenig berührt werden, kleinere Gehirne haben und nicht so schnell wachsen wie andere Kinder. Das zeigt, dass Berührung für eine gesunde Entwicklung unbedingt notwendig ist. Berührung ist wichtig, um mit dem Gegenüber in Kontakt zu treten. Und es beruhigt ja auch. Man kennt es vielleicht auch von sich selber, wenn man aufgeregt ist und einer streichelt den Arm, dann fährt man ein bisschen runter. Das drückt aus: Du bist nicht alleine, ich bin da, du kannst mich spüren. Es ist sehr stressreduzierend und auch für Erwachsene total wichtig.

    Gibt es etwas, das Sie zum Tag des Kusses gerne noch sagen möchten?
    Dass sich die Leser einfach mal überlegen, wann sie das letzte Mal ihren Partner, nahen Angehörigen oder wichtigen Menschen in ihrem Umfeld geküsst oder in den Arm genommen haben. Und ich würde ihnen sagen: Machen Sie es doch einfach mal und zwar ganz bewusst und ganz achtsam. Schauen Sie, wie der andere reagiert und wie sich das für Sie anfühlt. Vielleicht hat ja einer den anderen schon seit Monaten nicht geküsst. Da wäre der Welttag des Kusses doch ein guter Anlass, es mal wieder zu tun und zu spüren, was das so mit einem macht. Und das ganz bewusst, um bei dem Anderen zu sein und nicht schnell im Vorbeigehen nach dem Einkaufen bevor ich die Kinder abhole oder so ähnlich. Wenn es dann beiden gefällt, lässt es sich vielleicht wieder mehr in den Alltag integrieren.

  • 01.07.2021 | Aktionsbündnis Kindergesundheit Altmark mit neuer Webseite online – Gesundheitsförderung für die Jüngsten

    Gardelegen.  Sport macht glücklich! Das ist wissenschaftlich erwiesen. Mit der neuen Webseite „Aktionsbündnis“ werden Kinder, Jugendliche und Eltern eingeladen, Vereine, Sportarten oder Kursgruppen in der altmärkischen Region kennen zu lernen. Das Aktionsbündnis Kindergesundheit Altmark bietet damit eine Plattform für Sportvereine, damit sich Eltern über das vielfältige Angebot informieren und Kontakt aufnehmen können. Zum Auftakt stellen wir zwei Sportkurse vor: Kids-Kickboxen und Kinderyoga. Diese Vorstellung unterliegt jedoch keiner Wertung. Abwechselnd werden noch weitere Trainer oder Kursleiter die Gelegenheit haben, sich zu präsentieren und auf diesem Weg Nachwuchs zu rekrutieren.  

    Kids-Kickboxen - auspowern und stärken
    Mathias Philipp
    leitet seit vier Jahren das 'Kids-Kickboxen' in Gardelegen. Dieser Kurs ist geeignet für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis14 Jahren. Jeden Freitag treffen sich die Nachwuchsboxer in der alten Postturnhalle an der Schillerstraße in Gardelegen.Bei dieser Sportart dürfen sich die Kinder komplett auspowern und wenn nötig mal so richtig Dampf ablassen. Der Spaß kommt dabei auf gar keinen Fall zu kurz, wie Mathias Philipp versichert: "Die Kinder werden zusammen entdecken und erfahren wie vielseitig und toll Kampfsport sein kann", erklärt der Trainer. Das Training schult den Körper und den Geist, gerade in jungen Jahren. Das bisherige Feedback der Eltern sei mehr als positiv!

    Tag: Freitag
    Zeit: Mädchen 16:00 bis 17:00 Uhr | Jungen 17:00 bis 18:00 Uhr
    Ort: Postturnhalle, Schillerstraße in Gardelegen

    Anmeldung: Wer Interesse hat, kann einfach zum Training am Freitag vorbeischauen.

     

    Kinderyoga - Achtsamkeit lernen und Entspannung üben
    Antje Penther-Wischeropp
    bietet in Gardelegen Kinderyoga an: "Durch die Bewegung und die Entspannung profitieren die Kinder", sagt die Yoga-Lehrerin. Die Motorik und die eigene Körperwahrnehmung verbessern sich. Die Übungen können dabei helfen, sich Ruhe-Inseln zu schaffen, die sensuelle Wahrnehmung von Kindern zu schulen und mit Emotionen umzugehen. Diese mentale Sportart hilft außerdem bei der Konzentration, z.B. in der Schule und beim Lernen. Vor allem aber lehrt Yoga, dass jedes Kind perfekt ist wie es ist. Es schafft ein Bewusstsein dafür, dass Kinder der Welt am meisten geben, wenn sie authentisch leben, für sich sorgen und ihren eigenen Weg gehen.

    Neben den oben genannten Vorteilen, gibt es noch viele andere Gründe, warum Kinderyoga einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden haben kann. Es unterstützt und fördert unter anderem:

    • den Abbau von Stress
    • Kinder entspannen sich leichter und schlafen besser
    • Muskulatur und Bewegungsfähigkeit - Kinder entwickeln gesunde Körper
    • das Konzentrationsvermögen und die Aufmerksamkeit
    • das Selbstvertrauen von Kindern - sie werden mutiger
    • das Immunsystem
    • Kreativität und Fantasie
    • Stimmungen werden stabilisiert
    • Konfliktfähigkeit wird verbessert
    • Kinder lernen etwas über ihren eigenen Körper und seine Funktion
    • Kinderyoga macht nicht nur beweglich, sondern hilft bei der körperlichen, geistigen, emotionalen und psychosozialen Entwicklung. Das, was wir uns als Erwachsene hart erarbeiten müssen, kann Kindern mit dieser Sportart bereits mit auf den Weg gegeben werden.

    Zwei Kurse werden für die Altersgruppen für 6- bis 9-Jährige und für Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren angeboten. Am 6. Juli 2021 startete bereits ein Minikurs mit jeweils 4 Einheiten. Interessenten können sich jedoch trotzdem jeder Zeit informieren. Eine Kursstunde dauert 45 Minuten.

    Tag: Dienstag
    Zeit: 6- bis 9-Jährige ab15:30 Uhr | 10- bis 13-Jährige ab 16:30 Uhr
    Ort: Postturnhalle, Schillerstraße in Gardelegen

    Anmeldung per Handy 0151 / 700 17 054 oder per E-Mail kontakt(at)yogapur-altmark.de

    Hier geht es zur neuen AMK-Webseite "Aktionsbündnis" 

  • 30.06.2021 | „Einfach ein Herz fassen und losmarschieren“

    Für Chefarzt Dr. med. Roberto Müller und Ärztin Adela Schlatow sind Inkontinenzbeschwerden kein Tabu-Thema

    Salzwedel. Es gibt keine klaren Aussagen, wie viele Menschen in Deutschland davon betroffen sind, die Schätzungen belaufen sich auf zirka neun Millionen. Inkontinenz ist eben immer noch ein Thema, über das nicht so gern gesprochen wird, obwohl es das Freizeit- und Berufsleben sowie das familiäre Zusammenleben stark beeinträchtigen kann. „Aber Inkontinenz ist kein absolutes Tabuthema mehr“, hat Dr. med. Roberto Müller in jahreslanger Praxiserfahrung festgestellt. Der Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Altmark-Klinikum Salzwedel hat im Jahr 2000 in seiner Klinik den Schwerpunkt Senkungs- und Inkontinenzchirurgie gebildet und bietet seitdem einmal wöchentlich eine Sprechstunde für Betroffene an. Seit dem Jahr 2020 steht ihm und der erfahrenen Arzthelferin Claudia Gerhards dabei die Assistenzärztin Adela Schlatow zur Seite. Wenn Dr. Müller in spätestens drei Jahren in den Ruhestand geht, wird sie die Sprechstunde weiterführen. Aus Anlass des Welt-Inkontinenztages, der jedes Jahr am 30. Juni begangenen wird, trafen wir sie zu einem Gespräch.

    Was sind die häufigsten Beschwerden, mit denen die Patientinnen zu Ihnen kommen?
    Am häufigsten leiden sie unter Harninkontinenz und der Senkung der inneren Organe, manchmal ist es auch ein kombiniertes Bild, dass beides auftritt.

    Wie erkennt man eine Harninkontinenz?
    Harninkontinenz ist die unzureichende oder fehlende Fähigkeit, den Urin in der Harnblase zu halten. Dabei kommt es immer wieder zu plötzlichen, nicht kontrollierbaren Urinverlusten. Dabei kann es sich um kleine Menge handeln oder auch um das Vollständige Entleeren der Blase.

    Wobei es verschiedene Arten der Harninkontinenz gibt: Bei der Belastungsinkontinenz kommt es zum Beispiel beim Husten, Niesen, schweren Heben oder Treppensteigen zum Urinabgang.

    Von einer Dranginkontinenz spricht man, wenn die Blase überaktiv ist. Normalerweise ist es so, dass sich die Blase entleert, wenn der Blasenmuskel bewusst angespannt wird. Es gibt aber Erkrankungen, bei denen die Kontrolle mit dem Gehirn nicht funktioniert. Dann ist die Blase überaktiv. Bei einer Verengung der Harnröhre kann es zu einer Überlaufinkontinenz kommen. Manche Menschen leiden auch unter einer Kombination aus Belastungs- und Dranginkontinenz.

    Die Beschwerden entwickeln sich ja meistens im Laufe des Lebens. Wodurch eigentlich?
    Genau kann man das nicht sagen. Bei der Belastungsinkontinenz ist es so, dass die Bindegewebe und Halteapparate des weiblichen Beckenbodens nicht mehr richtig funktionieren oder die Muskeln des Beckenbodens. Dann hat die Harnröhre keinen Widerstand mehr, wenn der Druck in der Blase steigt.

    Nach Geburten ist das zum Beispiel der Fall.

    Ab welchem Grad der Inkontinenz kommen die Patientinnen zu Ihnen?
    Das ist ganz unterschiedlich und richtet sich nach dem jeweiligen Leidensdruck, wenn die Patientin für sich entscheidet, jetzt muss etwas passieren, jetzt muss ich dagegen was machen. Die Patientinnen waren zuvor schon bei Ihrem Hausarzt oder Gynäkologen. Von letzterem bekommen sie dann auch die Überweisung zu uns.

    Und wie läuft dann eine Sprechstunde ab?
    Wir führen ein ausführliches Gespräch und wenden verschiedene Untersuchungsmethoden an, um die Art der Inkontinenz und den Grad der Erkrankung zu ermitteln. Dann zeigen wir der Patientin verschiedene Therapiemöglichkeiten auf. Gespräch und Untersuchungen, die alle schmerzfrei sind, dauern zirka eine halbe Stunde.

    Wann raten Sie zu einer Operation?
    Bei der OP sind wir eher zurückhaltend, da wir wissen, dass der Behandlungserfolg oft nicht für immer anhält. Wenn es gut läuft hat die Patientin für acht bis zehn Jahre Ruhe, aber es kann auch deutlich früher sein, dass die Beschwerden wiederkommen.

    Im Einzelfall kann auch ein sehr ausgeprägter Befund die Ursache für eine operative Korrektur sein.

    Letztlich ist es jedoch die autonome Entscheidung der Betroffenen, ob konservativ oder operativ vorgegangen wird.

    Welche Alternativen gibt es dann?
    Bei der Dranginkontinenz ist die Behandlung eher medikamentös, während bei der Belastungsinkontinenz zum Beispiel Beckenbodentraining mit Biofeedback schon recht erfolgsversprechend sind. Es gibt auch verschiedene Hilfsmittel, die das Leiden deutlich lindern können und in deren Gebrauch wir die Patientinnen einweisen.

    Was sagen Sie Patienten, die von Inkontinenz betroffen sind?
    Es muss keiner Scham haben, sich an einen Arzt zu wenden. Einfach ein Herz fassen und losmarschieren, damit die Lebensqualität wieder angehoben wird. Das gilt auch für Männer, die bei Inkontinenzbeschwerden keine Scheu haben sollten, einen Urologen zu konsultieren.

  • 26.06.2021 | Nachhaltiger Umgang mit Medikamenten hat Priorität

    Zum Tag der Apotheker am 26. Juni wird der Bestellvorgang von
    Arzneimitteln im Altmark-Klinikum beleuchtet

    Salzwedel. 1.764 verschiedene Arten von Arzneimitteln und Medizinprodukte werden
    für das Altmark-Klinikum in der „Apotheke der Salus gGmbH Fachklinikum Uchtspringe“
    angefordert. Davon kommen 246 Medikamente für die jüngsten Patient*innen auf der
    Salzwedeler Station der Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin zum Einsatz.
    Zum heutigen Tag der Apotheker am 26. Juni werden Schwester Kerstin Meyer,
    stellvertretende Leitung der Kinderstation, sowie Chefapothekerin Diane Schulz aus
    dem Fachklinikum Uchtspringe auf einen achtsamen Umgang mit Medikamenten
    aufmerksam machen.

    „Medikamente sind sehr kostbar“, sagt Kerstin Meyer und öffnet dabei einen der zwei
    Medikamentenschränke, die im Dienstzimmer stehen. „Weil einige Arzneimittel davon
    auch für Erwachsene geeignet sind, versuchen wir diese rechtzeitig auf andere
    Stationen im Haus intern weiterzugeben, um diese nicht verfallen zu lassen“, erklärt sie
    den nachhaltigen Prozess. Ähnlich verhält sich das auch mit Großpackungen: „Nicht
    immer wird das Medikament auf anderen Stationen benötigt, aber wir versuchen es
    immer.“ Sollte der interne Bedarf im Haus nicht gegeben sein, wird versucht das
    Medikament dann gegen eines mit einer längeren Zeitspanne bis zum Verfallsdatum
    umzutauschen. „Diese Möglichkeit nutzen wir auch sehr gern, um so wenig wie möglich
    zu verwerfen.“

    Die Bestellung von Medikamenten, intravenösen Arzneimitteln oder Infusionen werden
    im Vieraugen-Prinzip auf der Kinderstation von der Stationsleitung und meistens mit der
    Stellvertretung regulär montags, mittwochs und freitags vorgenommen. Sollte jedoch
    ein Medikament im Notfall dringend gebraucht werden, kann das jederzeit geordert
    werden.

    „Die Nachhaltigkeit beginnt bereits mit dem Bestellvorgang und der richtigen
    Lagerhaltung“, bestätigt Diane Schulz, Chefapothekerin der „Apotheke der Salus gGmbH
    Fachklinikum Uchtspringe“. Daher wird in den Kliniken sehr bedarfsorientiert mit den
    Medikamenten umgegangen. „Einige Medikamente sind nur in Großpackungen
    erhältlich“, fügt die Chefapothekerin hinzu. Dann werden diese schon vor Auslieferung
    entsprechend mit dem Hinweis zur Rückgabemöglichkeit angebrochener Packungen
    gekennzeichnet. Nach erfolgter Qualitätsprüfung können diese an andere Stationen im
    Klinikverbund ausgegeben werden. Bis auf einige wenige Medikamente dürfen
    abgelaufene Arzneimittel im Altmarkkreis Salzwedel im Restmüll entsorgt werden. „ So
    werden Zytostatika, die in der Chemotherapie bei Krebserkrankungen zum Einsatz
    kommen, nur als Zytostatika-Sondermüll entsorgt“, informiert Diane Schulz. Das gilt für
    medizinische Einrichtungen wie auch für Privatpersonen: „Wer ein solches Medikament
    erhält, wird in der Regel darüber informiert, dass er es entsprechend entsorgen muss.“

     

  • 18.06.2021 | Altmark-Klinikum Gardelegen: "Ein Jahr mit Corona"

    Mediziner*innen und Pflegekräfte gewähren Einblicke vom Coronavirus geprägten Alltag im Altmark-Klinikum Gardelegen

    Gardelegen.  Am 15. März 2020 wurde der*die erste Corona-Patient*in im Altmark-Klinikum Gardelegen stationär aufgenommen. Bis heute haben Ärzt*innen und Pflegekräfte der Corona-Station G3 und der Corona-ITS rund 450 an Covid-19-erkrankte und auch unter Infektionsverdacht stehende Patient*innen behandelt. In einem persönlichen Pressegespräch reflektierten die Geschäftsführung und die Vertreter der Kliniken die vergangenen Monate.

     „Wir konnten zum Beginn der Pandemie nicht einschätzen, was uns erwartet. Vieles musste von Tag zu Tag neu gedacht, entschieden und in planvolle Abläufe geleitet werden. Unsere Mitarbeitenden haben die doppelte Belastung – beruflich und privat – mit Bravour gemeistert. Vielen Dank an alle!“, sagte Hans-Joachim Fietz-Mahlow, Geschäftsführer der Salus Altmark Holding.

    Seinen persönlichen Dank hat auch Chefarzt Dr. med. Michael Schoof, Medizinischer Geschäftsführer des Altmark-Klinikums, an alle Beschäftigten gerichtet: „Wenn man diese Zeit betrachtet, ist es sehr erstaunlich, was wir alle gemeinsam bewältigt haben.“

    Dabei erinnerte er an die fleißigen Nähfeen. Einige Mitarbeiter*innen des Gardelegener Krankenhauses haben über 1500 Mund-Nasen-Abdeckungen aus Stoff genäht, weil die persönliche Schutzausrüstung für medizinisches Personal gerade im Frühjahr vergangenen Jahres ein knappes Gut war. Die Kolleg*innen aus der Salus hatten in den ersten Wochen ebenfalls mit selbstgebauten Schutzvisieren ausgeholfen. Ein hoher Ressourcenverbrauch war im Vergleich zum Vorjahr 2019 zum Beispiel auch für Schutzkittel  für Isolationszimmer spürbar. 2019 wurden 27.240 und im Pandemiejahr 41.290 Stück verbraucht. 3860 COVID-19-Antigenschnelltests und 4434 Vollgesichtsvisiere wurden in der Materialwirtschaft des Klinikums angefordert. Diese beiden Artikel gehören zu den neuen Produkten und tauchten vorher im Lagerbestand des Altmark-Klinikums nicht auf. „Hinter diesen Kennzahlen stehen die hochengagierte  Arbeit und Leistung unserer Mitarbeiter*innen“, sagte Chefarzt Dr. Schoof.

    Die großartige Zusammenarbeit und das bestärkende Miteinander im Team - auch berufsübergreifend betonte die Stationsleiterin der Interdisziplinären Intensivstation, Susanne Pelzel:  „Auch wenn die Belastungen körperlich wie auch psychisch immens waren, gab es immer wieder Augenblicke in denen uns geholfen wurde, manchmal unterstützten sogar ganz spontan Kolleg*innen von anderen Stationen.“ Sie fügte mit einem Lächeln hinzu: „Diese vielen helfenden Hände, zu sehen, dass wir nicht nur auf der ITS, sondern auch im ganzen Haus uns aufeinander verlassen können, hat uns alle noch mehr zusammenwachsen lassen.“

    Einen weiteren positiven Effekt beschrieben Kay Wehde, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie Dr. med. Dirk Frenzel, verantwortlich für Covid-19-Verfahren, in ihren Ausführungen. „Wir haben in kürzester Zeit sehr viel lernen müssen“, so Kay Wehde. Das Krankheitsbild war für alle komplett neu, es sei nicht mit anderen Krankheiten zu vergleichen. Weil die Erfahrungen fehlten, hat sich das Altmark-Klinikum gleich zu Beginn der Pandemie mit anderen Kliniken aus Sachsen-Anhalt netzwerkartig verknüpft, um sich mindestens einmal wöchentlich mittels Telefonkonferenz über aktuelles Patientenaufkommen, Symptomatik des Krankheitsbildes und auch über Behandlungsmethoden auszutauschen.  Besonders ist an Corona, die schwere Erkrankung der Lunge und damit die lange Behandlungszeit als Isolationspatient*innen und die hohe Sterberate.  „Das ist für uns mit keiner anderen Krankheit vergleichbar“, so Wehde.

    Auch intern wurde mit dem Pandemiestab ein Gremium eingerichtet, in dem sich Vertreter beider Standorte wöchentlich per Video austauschen, um zum Beispiel die Kapazitäten von OP-Sälen zu beleuchten. „Je nach Situation und Höhe der Inzidenzzahl sind wir auf unser Leistungsangebot eingegangen“, erklärte Dr. Frenzel.  So wurde schon vor wenigen Wochen wegen der niedrigen Rate von Neuinfektionen beschlossen, das vollumfängliche Leistungsangebot in den Krankenhäusern Gardelegen und Salzwedel wieder aufzunehmen. Mit dem Stand von heute werden zwei  Covid-Erkrankte auf der Interdisziplinären Intensivstation behandelt. Die periphere Corona-Station G3 behandelt derzeitig keine mit dem Corona-Virus infizierten Patient*innen.  Auch das Besuchsverbot wurde wieder gelockert: Von 15 bis 18 Uhr täglich dürfen Patient*innen in den Krankenhäusern in Gardelegen und in Salzwedel ihre Besucher*innen für eine Stunde empfangen.

    Geschäftsführer Hans-Joachim Fietz-Mahlow fasste zum Ende der Pressekonferenz zusammen: „Wir haben in dieser Krise viel gelernt. Dazu gehört, dass es auch sehr kurzfristig möglich ist, neue Wege zu gehen. Diese Erfahrung bestärkt, um auf veränderte Patientenerwartungen an uns flexibel und schnell einzugehen.“

  • 16.06.2021 | Dem Schmerz wirksam begegnen

    Patienten wieder mehr Lebensqualität ermöglichen

    Gardelegen. „Wir freuen uns, dass wir nun wieder die für so viele Patienten dringende multimodale Schmerztherapie anbieten können“, sagt Dr. med. Dirk Frenzel, Ärztlicher Leiter des  Fachbereiches Schmerzmedizin im Zentrum für Chirurgie im Altmark-Klinikum Gardelegen. Wir trafen ihn zu einem Gespräch über multimodale Schmerzmedizin.

    Was bedeutet multimodale Schmerzmedizin? 
    Dr. Dirk Frenzel: Es ist eine kombinierte stationäre, in der Regel zwei bis drei Wochen dauernde Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzzuständen unter Mitwirkung von verschiedenen Fachdisziplinen wie Physiotherapie, Psychotherapie, Ergotherapie und anderen.

    Wer wird behandelt?
    Dr. Dirk Frenzel: Es sind häufig Patienten mit Abnutzungserscheinungen im knöchernen System, also beispielsweise Wirbelsäulenerkrankungen, Erkrankungen der Hüft- und Kniegelenke oder Patienten mit kombinierten muskulären Schmerzen, also mit Gang- und Bewegungsschmerzen. Viele unserer Patienten haben eine jahre-, manchmal jahrzehntelange Schmerzkarriere hinter sich.

    Wie alt sind die Patienten?
    Dr. Dirk Frenzel: Viele Patienten sind zwischen 50 und 60 Jahre alt, also im arbeitsfähigen Alter, manche jünger, viele aber auch deutlich älter. Immer streben wir mit den Patienten eine Beschwerdereduktion und bessere Lebensqualität an.

    Und wie funktioniert das? 
    Dr. Dirk Frenzel: Die Patienten, die von den niedergelassenen Kollegen zu uns überwiesen werden, haben Beschwerden, die sie erheblich beeinträchtigen und die manchmal auch zur Erwerbsunfähigkeit führen oder drohen dorthin zu führen. Das Ziel ist, eine Linderung und einen besseren Umgang für den Alltag mitzugeben. Wichtig für die Therapie ist, dass sich die Patienten darauf einlassen und selbst bereit sind, aktiv mitzuwirken. Salopp gesagt, verschreiben wir nicht nur ein paar Pillen. Wir geben den Patienten mit einer sehr guten Ergo- und Physiotherapie, einer exzellenten Pflege und natürlich sehr wirksamen Verfahren wie der Hypnotherapie oder Klopftechniken wichtige Impulse, wie sie dem Schmerz gezielt begegnen können. Wir leiten unsere Patienten aus einer möglichst ganzheitlichen Sichtweise an, ihr eigener, bester Therapeut zu werden, weil niemand die Beschwerden so gut kennt und verspürt wie der Patient selbst. Durch beispielsweise Überbelastung verursachte Veränderungen von Gelenken und der Wirbelsäule können auch wir nicht rückgängig machen. Aber wir können zeigen, wie man damit besser umgehen kann und die Beschwerden günstig beeinflussen kann.

    Kann man Schmerzen nicht auch „wegoperieren“?
    Dr. Dirk Frenzel: Viele Patienten haben aufgrund ihrer Schmerzen eine Odyssee an Operationen hinter sich und festgestellt, dass es mit der Operation nicht besser wurde. Sicher gibt es in bestimmten Fällen gute Indikationen dafür, zu operieren und beispielsweise ein neues Knie- oder Hüftgelenk einzusetzen, wenn Schmerzen da sind. Auch eine schwere Verengung des Wirbelsäulenkanals kann das sein. Aber nicht immer sind die Schmerzen nach der OP weg. Dann ist der Patient enttäuscht und resigniert. Manche Patienten gehen von einer OP in die nächste, weil sie sich Besserung erhoffen. Die Wahrscheinlichkeit wird aber nicht größer. Unser Ansatzpunkt ist: Bevor man zur Schmerzlinderung einen körperverändernden Eingriff vornimmt, der nicht mehr rückgängig zu machen ist und von dem man nicht weiß, ob er zu einer wirklichen Verbesserung führt, sollten alle konservativen Maßnahmen, die wir hier anbieten, ausgeschöpft werden. Auch damit man weiß, dass man alles probiert hat.

    Wie kann man sich in der Schmerzmedizin anmelden?
    Dr. Dirk Frenzel: Auf der Seite der Schmerzmedizin im Zentrum für Chirurgie kann ein Anmeldeformular heruntergeladen werden, das der Patient mit dem behandelnden Arzt ausfüllt. Wenn drei der fünf notwendigen Bedingungen erfüllt sind, sendet der Patient uns das Formular zu. Wir bestellen die Patienten dann so schnell wie möglich zu uns ein.

    Vielen Dank für das Gespräch.

  • 10.06.2021 | Wenn eine leere Getränkedose als Aschenbecher dient, droht Vergiftungsgefahr für die Jüngsten

    Bundesweiter Kindersicherheitstag am 10. Juni „Unfallgefahren zu Hause“

    Salzwedel. Seit dem Jahr 2000 organisiert und koordiniert die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ e. V. (BAG)  den Kindersicherheitstag. Ziel dieses Tages ist es, Bewusstsein für Unfallgefahren zu wecken und aufzuzeigen. Der diesjährige bundesweite Kindersicherheitstag am 10. Juni steht unter dem Motto „Unfallgefahren zu Hause“.

    Zum Unfallgeschehen in der Häuslichkeit gehören auch Vergiftungen. Im Altmark-Klinikum behandelten die Mediziner*innen in diesem Jahr bislang 57 Kinder und Jugendliche mit Vergiftungserscheinungen unterschiedlicher Art und Form. Dazu zählen unter anderem bei den unter 12-Jährigen toxische Reaktionen, die durch Tabak und Zigaretten hervorgerufen werden. „Die Kinder vergreifen sich an abgestellten Getränkedosen, die von Jugendlichen oder Erwachsenen mit Wasser gefüllt als Aschenbecher dienen. Sie sind für die Kleinen oft auf der Terrasse, dem Balkon oder auch auf dem öffentlichen Spielplatz frei zugänglich“, sagt Dipl.-Med. Verena Baum, Chefärztin der Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin. „Das passiert sehr schnell, dass dann Kleinstkinder aus diesen Getränkedosen unbedarft trinken.“ Zu den Symptomen einer solchen Tabak- oder Zigarettenvergiftung zählen Erbrechen, Blässe, Unruhe, Zittrigkeit, Benommenheit oder unkontrollierter Speichelfluss. Sollten Eltern eine Vergiftung feststellen, können sie sich sofort beim Giftnotruf in Erfurt telefonisch unter 0361 730730 erkundigen. Unter dieser Rufnummer erhalten dann die Eltern erste Ratschläge und was als nächstes zu tun ist.

    Diese Notrufnummer ist nicht nur für Erziehungsberechtigte wichtig. „Auch wir Kinderfachärzte nutzen diese Möglichkeit, um uns zu informieren und dann die bestmögliche Therapie anzuwenden“, erklärt die Pädiaterin.

    Leere Getränkebehälter (Flaschen) werden sehr oft zweckentfremdet zur Aufbewahrung für Haushaltschemikalien wie z. B. flüssiger Blumendünger oder Spül- und Waschmittel. „Die Gefahr einer Verwechslung ist sehr groß“, so die Medizinerin. Vergiftungen mit Laugen und Säuren machen laut dem Gemeinsamen Giftinformationszentrum (GiZ) zirka 2 Prozent aller Vergiftungsunfälle aus. „Es dauert nur wenige Sekunden bis die Speiseröhre und die Magenschleimhaut verätzen.“ In so einer Situation solle auf keinen Fall das Erbrechen beim Kind ausgelöst werden, rät Verena Baum. „Die ätzende Flüssigkeit würde erneut Verletzungen herbeiführen.“ Vielmehr kann parallel zum Notruf sauberes, stilles, handwarmes Wasser zum Spülen und Trinken verabreicht werden, um zu versuchen, die Flüssigkeit in ihrer Wirksamkeit zu verdünnen. Sollte sich ein Kind mit ätzenden Flüssigkeiten übergießen sei eine ähnliche Herangehensweise empfehlenswert: „Kleidung sofort ausziehen und die betroffenen Hautstellen mit lauwarmen Wasser abspülen und dann sofort die nächstgelegene Notaufnahme anfahren. Parallel kann das Krankenhaus telefonisch verständigt werden, damit sich die Ärzt*innen auf das Eintreffen vorbereiten können.“ Auf keinen Fall sollten die Hautstellen mit Salbe, Cremes, Puder oder anderen Verbandmitteln abgedeckt werden. Das gleiche gilt auch für Verätzungen am Auge. „Sofort und immer wieder mit Wasser spülen“, so die Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin.

    Was tun im Notfall? 

    1. Ruhe bewahren!
    2. Bei lebensbedrohlichen Zuständen (Atem- oder Kreislaufstillstand, Bewusstlosigkeit) sofort Rettungsdienst unter Notruf 112 kontaktieren.
    3. Bei Haut- und/oder Augenkontakt umgehend mit Wasser spülen!
    4. Vorhandene Reste aus dem Mund entfernen und etwas Flüssigkeit (maximal ein Glas stilles Wasser, Tee oder Saft – auf keinen Fall Milch – trinken lassen).
    5. Kein Erbrechen auslösen!
    6. Giftnotruf unter 0361 730730 konsultieren, um Gefährdung einzuschätzen.

    Der Giftnotruf benötigt folgende Angaben:

    • WER?                 Alter, Geschlecht, Körpergewicht
    • WOMIT?             Tabletten, Haushaltsprodukte, Chemikalien, Pilze, Drogen etc.
    • WIE VIEL?          Anzahl der Tabletten, Tropfen, andere Mengenangaben
    • WANN?              Zeitpunkt der Einnahme oder Einwirkung, Dauer der Einwirkung
    • WELCHE?          Krankheitserscheinung, Zustand des Betroffenen (Atmung, 
                                 Kreislauf, Bewusstseinslage)

    Quellen: www.kindersicherheit.de / www.ggiz-erfurt.de

    Weitere interessante Themen und Informationen sind auf unserer Internetseite „Für Eltern und Kinder“  zu finden.

  • 05.06.2021 | Eine Entscheidung, die Leben retten kann

    Am 5. Juni ist Tag der Organspende | Ein Gespräch mit Chefärzten des Altmark-Klinikums

    Gardelegen/Salzwedel. Menschen treffen ständig Entscheidungen, wichtige und unwichtige, einfache und schwierige. Es gibt Entscheidungen, die verändern das eigene Leben und manchmal sogar das Leben anderer. Eine Entscheidung, die viele immer wieder aufschieben, ist die zur Organspende. Der Tag der Organspende, der jedes Jahr am ersten Sonnabend im Juni begangen wird, macht das zum zentralen Thema, weil die eigene, selbstbestimmte Entscheidung wichtig ist – für jeden einzelnen, als Entlastung für nahestehende Menschen und für die Patient*innen, die dringend auf ein Organ warten.                            

    Nach Auskunft der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) stehen zurzeit zirka 9400 schwerkranke Patient*innen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Sie hoffen, dass ihnen durch eine Organtransplantation noch einige Lebensjahre oder Jahrzehnte geschenkt werden. Nicht für alle wird sich diese Hoffnung erfüllen. So gab es im Jahr 2020 bundesweit 913 Organspender*innen und konnten insgesamt 3581 Organe transplantiert werden. Es verstarben aber auch 767 Menschen, die auf der Warteliste standen. Über 4000 Patient*innen kamen neu auf die Liste.

    In mehr als der Hälfte aller Fälle, in denen die Möglichkeit zu einer Organspende bestand, hatten Angehörige die Entscheidung für oder gegen eine Organentnahme gefällt. Die Partner*innen oder Kinder werden um eine Entscheidung gebeten, wenn keine schriftliche oder mündliche Äußerung des Verstorbenen zu dem Thema vorliegt. In rund 44 Prozent der Fälle war der vermutete Wille des Verstorbenen die Grundlage, etwa 18 Prozent der Entscheidungen basierten auf eigenen Vorstellungen der Angehörigen. Wer zu Lebzeiten keine eigene Entscheidung zur Organspende trifft – und diese bestenfalls in einem Organspendeausweis dokumentiert – verzichtet somit auf einen Teil seiner Selbstbestimmung und belastet nachfolgend auch Menschen, die ihm nahestanden. Denn diese müssen sich in der Ausnahmesituation der Trauer zusätzlich damit befassen, ob sie einer Organspende zustimmen oder sie ablehnen. Diese Situation haben die für Organtransplantation verantwortlichen Mediziner*innen der Altmark-Klinikum gGmbH schon erlebt.

    „Angeblich haben ja viele Menschen einen Organspendeausweis. In der Klinik habe ich aber noch nie einen solchen Ausweis von einem Patienten gesehen“, berichtet Dr. med. Peer Lutz, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Intensivmedizin im Krankenhaus Salzwedel. Sein Chefarztkollege aus der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin im Krankenhaus Gardelegen, Kay Wehde verweist in dem Zusammenhang auf die Patient*innen-Verfügungen oder Vollmachten, die immer mehr Patient*innen ihren Angehörigen erteilen. „Wichtig ist, sich darin auch eindeutig zum Thema Organspende zu äußern.“ Wenn eine Patient*in im Grunde bereit sei, ihre Organe zu spenden, in der Verfügung jedoch formuliert sei, dass lebensverlängernde Maßnahmen eingestellt werden sollen, wenn keine Hoffnung auf Heilung oder schwerer Schaden zu befürchten ist, „verbietet das eine Organentnahme“. Denn die Verlängerung der Intensivtherapie „ist nötig, um die Funktion der Organe aufrecht zu erhalten“.

    Dass im Altmark-Klinikum eine Patient*in zum Organspender wird, „ist ein seltenes Ereignis“, schildern die Chefärzt*innen. „Im vergangenen Jahr hatten wir eine und in den zwei Jahren davor keine einzige Organspende“, so Dr. Lutz. In Gardelegen liege laut Chefarzt Wehde die letzte Organspende ebenfalls zwei Jahre zurück. „Solange auch nur der kleinste Funken Hoffnung besteht, dass man Leben retten kann, versucht man das. Deshalb verlegen wir Patienten mit schweren Hirnblutungen oder Schädel-Hirn-Traumen in Zentren mit neurochirurgischen Therapiemöglichkeiten.“ Ideal sei es dann, wenn der Wille des Verstorbenen bekannt ist. „Die letzte Organspende, war diesbezüglich ein echter Glücksfall für uns“, beschreibt Dr. Lutz. „Die Angehörigen wussten, dass sich die Patientin für eine Spende entschieden hatte und konnten so in deren Sinne entscheiden.“

    Ist der Wille des Verstorbenen nicht bekannt, wird es schwierig. „Es sind ja in der Regel plötzliche Ereignisse, durch die Angehörige mit der Frage konfrontiert werden“, beispielsweise, wenn die Wiederbelebung nur soweit gelinge, dass der Kreislauf wieder intakt, das Hirn jedoch verlorengegangen sei. Nach einem Herzinfarkt etwa oder einer Hirnblutung. „Das sind Patienten, die meist mitten aus dem Leben heraus plötzlich versterben.“ Die Angehörigen in dieser Schock- und Trauersituation mit dem Thema Organspende zu konfrontieren, sei ein schwieriges Thema für alle Beteiligten. Es gebe Hinterbliebene, die würden ihre Angehörigen vor einer Organentnahme schützen wollen und entsprechend ablehnend reagieren. Andere würden sich dafür entscheiden – unter anderem vor dem Hintergrund, dass sie selbst oder ein anderer nahestehender Angehöriger durch einen Unglücksfall zu einem schwerkranken Patient*in werden könnte, der auf ein Spenderorgan angewiesen ist. Allerdings: Können zwei oder mehr gegensätzliche Meinungen verschiedener Angehöriger nicht auf einen Nenner gebracht werden, „lassen wir es“.

    Steht jedoch fest, dass sich der Verstorbene oder dessen Angehörige für eine Organspende entschieden haben, nimmt die Klinik Kontakt mit dem Koordinator der DSO auf. Für die Altmark ist die Region Ost (Bundesländer Sachsen-Sachsen-Anhalt und Thüringen) zuständig. „Die Zusammenarbeit mit der DSO ist sehr gut, wir haben dort rund um die Uhr einen Ansprechpartner“, erklärt Kay Wehde. Auch Gespräche mit Angehörigen würden von der DSO angeboten und geführt. Darüber hinaus gebe es jährlich Qualitätskontrollen und Berichterstattungen.

    Bevor es zur eigentlichen Organspende kommt, müssen zwei voneinander unabhängige Spezialisten anhand eines vorgeschriebenen Protokolls den irreversiblen Hirnfunktionsausfall feststellen. Neben dem Arzt aus der Klinik ist das ein externer Neurologe oder Neurochirurg, der durch die DSO dafür eigens hinzu gezogen wird. Beim heutigen Stand der Technik und medizinischen Möglichkeiten, müsse niemand Angst haben, dass es dabei zu Fehldiagnosen kommt. „Der Hirntod lässt sich zweifelsfrei feststellen. Es gibt Richtlinien von der Bundesärztekammer zur Hirntodfeststellung, die eindeutig sind. Die Regularien werden ständig überprüft“, verdeutlicht Kay Wehde. Während der Begutachtung durch die Neurologen wird der Körperkreislauf des Patienten intakt gehalten, denn nur so können die Organe geschützt werden und später einem anderen Menschen helfen. Die letzte Spenderin aus dem Krankenhaus Salzwedel rettete mit ihren intakten Nieren und der gut funktionierenden Leber noch anderen Menschen das Leben. So habe sie am Lebensende im Alter von 80 Jahren noch etwas richtig Gutes bewirkt. Das Alter der Spender spiele heutzutage eine untergeordnete Rolle, es komme auf die Funktionsfähigkeit der Organe an. Chefarzt Wehde: „Der große Nutzen von Organspende ist bei Nieren am deutlichsten zu erkennen, wenn man sieht, wie viel mehr Lebensqualität Dialysepatienten nach einer Transplantation bekommen.“

    Die Explantationen der Organe erfolgen durch spezialisierte Teams. Dabei gebe es für jedes Organ ein eigenes, speziell geschultes und erfahrenes Team, so dass die Organe keinen Schaden nehmen und schwerkranken Patient*innen möglichst lange neue Lebensqualität geben. Speziell geschult sind auch die mit der Transplantation beauftragten Mitarbeiter*innen in der Altmark-Klinikum gGmbH. Sie besuchen regelmäßig die Jahrestagungen der DSO und organisieren in Zusammenarbeit mit der Pflegeschule am Altmark-Klinikum Fortbildungen für ihre Kolleg*innen. „Wenn es vor Ort zu einer Organspende kommt, werden wir aber auch immer von der DSO unterstützt“, sagt Dr. Lutz.

    Meinungen: 

    Chefarzt Dr. med. Peer Lutz: „Ich habe einen Organspendeausweis und würde im Falle des Falles meine Organe spenden. Aus dem ganz einfachen Grund: Mit Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls ist das menschliche Leben beendet. Da schlägt zwar noch das Herz und der Körper ist warm. Aber menschliches Leben ist definitiv nicht mehr möglich. Damit sind die Organe für mein Verständnis nutzlos für mich. Und es ist eben einfach so, dass, gerade durch die extrem gute Behandlung der Organspende-Empfänger, so viel neue Lebensqualität möglich ist. Die Organe können also noch lange nach meinem eigenen Tod erhalten bleiben. Da ist so viel Benefit, dass für mich klar ist, dass ich Organe spenden würde.“

    Chefarzt Kay Wehde: „Tod und Sterben sind unangenehme Themen, mit denen sich Menschen – verständlicherweise – nicht gerne auseinandersetzen. Aber es ist wichtig, darüber zu reden, weil niemand weiß, zu welchem Zeitpunkt es einmal relevant werden könnte.  Es kann jeden treffen, unabhängig von Alter und Geschlecht, auch Kinder können betroffen sein, das sind immer Einzelschicksale. Das Leben ist nun mal endlich, am Ende trifft es jeden von uns, deshalb sollte man in der Familie durchaus zum Gesprächsthema machen, welche Vorstellung man selbst im Fall des Falles hat. Da gibt es so viele Fragen, die häufig verdrängt werden, aber die besprochen werden sollten, damit man selbst entscheidet und nicht seinen Angehörigen diese Last aufbürdet. Wir haben das in unserer Familie getan und ich selbst habe mich für eine Organspende entschieden.“

    Interessante Fakten:

    • Es gibt kein Höchstalter für eine Organspende. Entscheidend sind der Gesundheitszustand der verstorbenen Person und der Zustand ihrer Organe. Ob sich die Organe für eine Transplantation eigenen, entscheiden die Ärzt*innen im Einzelfall.
    • Häufig erhalten ältere Patientinnen und Patienten die Organe älterer Spenderinnen und Spender.
    • Bei bestimmten Infektionen und akuten Krebserkrankungen kann eine Organentnahme ausgeschlossen sein. Bei allen anderen Erkrankungen entscheiden die Ärztinnen und Ärzte im Einzelfall, ob eine Spende infrage kommt und welche Organe gespendet werden können.
    • Trotz der Corona-Pandemie blieb im Jahr 2020 die Zahl der Organspender in Deutschland stabil.
    • Organspendeausweise sind bei uns im Altmark-Klinikum Gardelegen und im Altmark-Klinikum Salzwedel jeweils am Empfang, in vielen Apotheken, bei Hausärzten, Krankenkassen oder im Internet erhältlich.
    • Auch in Patient*innen-Verfügungen und ähnlich gedachten Vollmachten sollten eindeutige Aussagen  zum Thema Organspende getroffen werden.

    Quellen: Bundeszentrale für gesundheitliche  Aufklärung | Deutsche Stiftung Organtransplantation

  • 04.06.2021 | Dankeschön an „Helfende Hände“

    Bundeswehreinsatz endet am heutigen Freitag im Altmark-Klinikum Salzwedel

    Salzwedel. „Die Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten  waren eine sehr große Unterstützung“, sagt der Kaufmännische Leiter Florian Landsmann und fügt hinzu: „Wir sind sehr dankbar für diese außergewöhnliche Hilfe.“  Die Bundewehr unterstützt mit dem bundesweiten Einsatzprojekt „Helfende Hände in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen“  tatkräftig die Pflegekräfte in der pandemiegeprägten Zeit; seit dem 10. Februar auch das Altmark-Klinikum Salzwedel. Am heutigen Freitag endet die so genannte Amtshilfe, die dank des Altmarkkreises beantragt wurde.

    Jeweils 10 Soldat*innnen waren immer für 14 Tage als engagierte Helfer*innen auf den bettenführenden Stationen (mit Ausnahme der Interdisziplinären Intensivstation sowie der Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin) im Einsatz. Für diesen Zeitraum bezogen sie Wohnungen in der Nähe des Klinikums. „Die Zusammenarbeit mit dem Altmarkkreis, der Wohnungsbaugenossenschaft und vor allem mit der Pension Horenburg verlief reibungslos, vor allem kurzfristige Entscheidungen wurden sehr schnell umgesetzt“, resümiert Christin Weber, Assistentin der Kaufmännischen Leitung und Verantwortliche des Projektes „Helfende Hände“. 

    Die Bundewehrsoldat*innen  tauschten in diesen 16 Wochen Uniform gegen Kasack. Zu ihren neuen Aufgaben gehörten unter anderem die Patient*innen zu den Untersuchungen zu begleiten bzw. zu transportieren, die Mahlzeiten zu reichen, die Patientenbetten aufzubereiten und neu zu beziehen.

    Einer von den „Helfenden Händen“  heißt Sören M. Herms.  Der 32-jährige Wittenberger ist als Materialbewirtschaftungssoldat in Havelberg  stationiert - im Dienstgrad Oberstabsgefreiter und Angehöriger der 4. Kompanie des Versorgungsbataillons 142. „Als Branchenfremder war das für mich ein Sprung ins kalte Wasser“, erinnert er sich und fügt lächelnd hinzu: „Es mischte sich Vorfreude mit Nervosität.“  In der Zeit vom 22. März bis zum 4. April war der Zeitsoldat im Salzwedeler Krankenhaus im Patiententransport eingesetzt. So lernte er sehr schnell das Klinikum kennen - von der Rettungsstelle über das Labor bis hin zu den einzelnen Stationen und merkte dabei sehr schnell, dass diese neue Tätigkeit eine körperliche Herausforderung ist. Rund 20 Kilometer zeigte sein Schrittzähler an manchen Tagen an. „Die Arbeit im Patiententransport erfüllt eine wichtige Funktion innerhalb des Prozessablaufes des Krankenhauses. Es entlastet die Schwestern auf Station und steigert somit auch das Wohlbefinden der Patient*innen“, stellt Sören Herms fest. „Die wenigen Ruhepausen konnte ich nutzen, um hinter die Kulissen zu schauen.“  

    Zur Einarbeitung in den Klinikalltag standen Sören M. Herms und seinen Bundeswehrkolleg*innen die  Pflegedienstleitung Birgit Herrmann und das Stationsteam zur Seite. „Wir wurden sehr herzlich von einem überaus engagierten und sympathischen Team aufgenommen“, lobt er das Miteinander der Klinik und fügt hinzu: „Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich das Personal im Altmark-Klinikum Salzwedel in einer der größten Herausforderungen Deutschlands als Soldat unterstützen konnte.“ 

    Dankbar zeigt sich auch die Pflegedienstleitung. „Die Amtshilfe der Bundeswehr war für uns eine große Stütze“, so Birgit Herrmann. Denn die Personalbesetzung war wie in vielen anderen Unternehmen der Region von Krankheitsausfällen und Quarantäne betroffen. „Die Soldat*innen waren sehr umsichtig im Umgang mit den Patient*innen, überaus engagiert und sehr fleißig. Wir sagen Dankeschön!“

  • 01.06.2021 | Ratgeberseite für Eltern und Kinder zum Internationalen Kindertag online

    Medizinisches Fachpersonal des Altmark-Klinikums und des Fachärztlichen Zentrums vermittelt wertvolle Tipps für die Gesundheit

    Salzwedel. „Kinderrechte sollten selbstverständlich sein“, sagt die Kinderärztin Dipl.-Med. Ulrike Schulz. Denn die Gesundheit und das Wohl von Kindern und Jugendlichen vor allem nach dem pandemiebedingten Lockdown muss  wieder mehr in den Fokus gerückt werden.

    Die ehemalige kommissarische Leitung der Kinderklinik des Gardelegener Altmark-Klinikums hat sich zum Jahresbeginn wegen ihres Renteneintrittsalters aus dem stationären Klinikgeschehen zurückgezogen, bleibt jedoch den Kindern und Eltern  weiterhin als Fachärztin in der ambulanten Versorgung der Kinderarztpraxis im Fachärztlichen Zentrum Gardelegen erhalten.

    Aber nicht nur mit dem Thema Kinderrechte beschäftigen sich die Kinderärzte des Altmark-Klinikums und des Fachärztlichen Zentrums am heutigen Kindertag. Mit der Ratgeberseite „Für Eltern und Kinder“ möchte das medizinische und pflegerische Fachpersonal  wertvolle Tipps vermitteln, die auch in diese Jahreszeit passen.

    Eltern werden zum Beispiel erfahren, dass wichtige Vorsorgeuntersuchungen in den Kinderarztpraxen Gardelegen und Salzwedel auch während der Corona-Pandemie möglich sind, weil dort ein hochwirksames Hygienekonzept umgesetzt wird. „Sollten Eltern eine Vorsorgeuntersuchung versäumt haben, können sie dennoch ihr Kind mit Augenmerk auf einen zeitgemäßen Entwicklungsstand von unseren Kinderärztinnen untersuchen lassen“, erläutert Dipl.-Med. Ulrike Schulz und fügt hinzu: „Das gilt auch für versäumte Schutzimpfungen.“

    Weiterhin erläutert die Pädiaterin auf dieser Ratgeberseite, wie man mit einem Zeckenbiss bei Kindern am besten umgeht: „Unsere Erfahrungen in den Kinderarztpraxen zeigen, dass Eltern sich oft nicht trauen eine Zecke zu entfernen. Dabei sei das gar nicht so gefährlich oder riskant, versichert Kinderärztin Dipl.-Med. Ulrike Schulz.  "Die Mütter oder Väter brauchen sich nicht davor fürchten, dass beim Herausziehen Borrelien vom Kind aufgenommen werden könnten." Selbst wenn der Kopf beim Ziehen der Zecke (mit einer Pinzette, Zeckenkarte oder-zange) nicht entfernt werden sollte, sei das kein Grund die Notaufnahme oder die Kinderarztpraxis aufzusuchen. Erst wenn sich Rötungen oder Entzündungen der betroffenen Hautregion abbilden und auch am nächsten Tag noch deutlich zu sehen sind, sollte eine fachärztliche Meinung eingeholt werden. Wichtig sei auch, dass eine Zecke in den ersten 24 Stunden entfernt wird. Die Eltern sollten aufmerksam sein und ihre Kinder nach dem Spielen oder Kindergartenbesuch absuchen. Dabei ist zu beachten, dass die kleinen Spinnentiere manchmal besser zu fühlen als zu sehen sind. "Beim Abstreichen der Haut kann die erfühlte Zecke an einen kleinen Splitter erinnern", erklärt die Kinderärztin.

    Neben einer Borrelien-Infektion, gegen die es keine Schutzimpfung gibt, die aber antimikrobiotisch behandelt werden kann, sind Zecken auch Überträger der Erreger einer Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME genannt. Dagegen kann eine Schutzimpfung helfen. Auch wenn die Region westliche Altmark bisher nicht zu den Risikogebieten zählt, wird zu einer Schutzimpfung geraten. Die Kosten der Impfung übernehmen die Krankenkassen vollständig.

    Weitere interessante Themen und Informationen sind auf der Internetseite „Für Eltern und Kinder“ der Homepage www.altmark-klinikum.de zu finden.

Unsere Ansprechpartnerin

  • Ivonne Bolle

    Pressesprecherin

    Telefon

    03901 88-7035 | 0174 6517855

    Adresse

    Brunnenstr. 1

    29410 Salzwedel