Pressekontakt

Aktuelles aus Ihrem Gesundheitszentrum

Die Pressestelle des Altmark-Klinikums steht allen Medienvertretern als zentraler Ansprechpartner bei sämtlichen thematischen Fragen zum Unternehmen oder einer leistungsspezifischen Recherche zur Verfügung.

Wenn es um Presseinformationen, Pressekonferenzen, die Vermittlung von Gesprächspartnern, die Erteilung von Drehgenehmigungen und die Gestaltung von Medienkooperationen geht, nehmen Sie bitte mit der Pressestelle Kontakt auf.

Das Altmark-Klinikum und seine Tochtergesellschaften schätzen eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Presse und allen anderen Medien. Sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

 

Unsere aktuellsten Meldungen

  • 30.09.2022 | Info-Abend „Entwicklungsstörungen bei Kleinkindern“

    Interessenten sind am Mittwoch, 12. OKtober, um 17 Uhr im großen Konferenzsaal im Altmark-Klinikum Gardelegen willkommen

    Gardelegen. Wie kann ich mein förderfähiges Kleinkind in der Entwicklung unterstützen?  An wen kann ich mich wenden, wenn ich spezielle Therapieangebote suche? Mit diesen und weitere Fragen zum Thema Entwicklungsstörungen bei Kleinkindern beschäftigen sich Prof. Dr. med. Gerhard Jorch und der Pädagogische Leiter der Frühförder- und Beratungsstelle, Matthias Zander, im Rahmen eines Vortrages. Dazu sind alle Interessenten am Mittwoch, 12. Oktober 2022, in den großen Konferenzraum im Haupthaus des Krankenhauses eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr.

    „Unser Ziel ist es, alle Strukturen die in der Altmark angeboten werden zu nutzen, zu bündeln und als sinnvolles Netzwerk für Betroffene, Angehörige, Kollegen und Fachexperten anzubieten“, machte Prof. Jorch deutlich. Der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit den Zusatzqualifikationen Neuropädiatrie, Neonatologie und Kinderintensivmedizin ist ehemaliger Direktor der Universitätskinderklinik Magdeburg. Seit 2018 betreut der Mediziner zwei Mutter-Kind-Zentren mit insgesamt 30.000 Geburten pro Jahr in China und hat zudem vor einem Jahr die Neuropädiatrische Spezialambulanz im Altmark-Klinikum Gardelegen eröffnet. Hauptschwerpunkte bzw. zu behandelnde Krankheitsbilder der Spezialambulanz sind Kopfschmerzen, Entwicklungsstörungen, Anfälle, Bewegungsstörungen sowie neurologische Schäden nach einer Früh- oder Risikogeburt. Das Angebot der medizinischen pädiatrischen Versorgung in der Region wird mit der von ihm fachlich ausgerichteten Kinderarztpraxis vielseitig ergänzt. „Der Patientenzulauf unterstreicht den Bedarf an neurologischen Behandlungen von Kindern in der Altmark“, bilanzierte Prof. Jorch sein Sprechstundenangebot. Für ihn sei es wichtig, dass die Betroffenen wissen, dass sie jederzeit Ansprechpartner vor Ort kontaktieren können. Ähnlich sieht das auch Matthias Zander. In der Frühförder- und Beratungsstelle des Diakonischen Werkes Altmark West e.V., werden Lösungsvorschläge und Einrichtungen bzw. medizinische sowie therapeutische Maßnahmen angeboten. „Ein gut funktionierendes Netzwerk in der Frühförderung ist gerade in unserer dünnbesiedelten Altmark von essentieller Bedeutung“, machte der Pädagogische Leiter deutlich.

    Aufgrund der aktuellen Hygienevorschriften ist die Teilnehmerzahl auf 30 Personen begrenzt. Aus diesem Grund bittet das Altmark-Klinikum um vorherige Anmeldung unter folgender Telefonnummer: 03907 79-1341 von montags bis donnerstags in der Zeit von 08:00 bis 10:00 Uhr oder per E-Mail an b.kulow@altmark-klinikum.de (Ansprechpartnerin ist Frau Kulow).

     

  • 02.09.2022 | 14 Absolventen verabschiedet und 33 Neuankömmlinge begrüßt

    An der Pflegeschule am Altmark-Klinikum Salzwedel wurden Absolventen verabschiedet und neue Auszubildende begrüßt

    Salzwedel. 33 junge Damen und Herren hatten am 1. September ihren großen Tag in der Pflegeschule am Altmark-Klinikum in Salzwedel: Sie wurden von Schulleiterin Dipl. Med. Päd. Kirsten Dobbert und deren Team aus Lehrern und Ausbildern als neue Auszubildende begrüßt und in die Kurse GPA 2022 A und GPA 2022 B eingeschult.

    GPA steht dabei für Generalistische Pflegeausbildung, in der die Schülerinnen und Schüler innerhalb von drei Jahren zu Pflegefachfrauen und -männern ausgebildet werden. Die beruflichen Einsatzgebiete sind breit gefächert, reichen vom Krankenhaus über Pflege- und Seniorenheime bis hin zu Pflegediensten. So wurden dann am Donnerstag auch Auszubildende vieler verschiedener Träger begrüßt. Neben der Altmark-Klinikum gGmbH und den Fachklinikum Uchtspringe, die zur Salus Altmark Holding gehören, haben das Pflegeheim Mieste, die Medina-Behinderteneinrichtungen Klötze, die Volkssolidarität Gardelegen und Salzwedel, das Sozialzentrum Klötze, das Pflegeheim Arendsee, das DRK Klötze, der Seniorenwohnpark Klötze und die Johanniter Seniorenhäuser Gardelegen Schüler an die Pflegeschule delegiert. Dort werden die 2100 Stunden Theorie und 2500 Stunden Praxis koordiniert, die im Jahr 2025 in die Abschlussprüfung münden.

    Apropos Abschlussprüfung. Die haben die 14 Absolventen des Kurses 2019 jüngst mit Bravour gemeistert. Am Tag vor der Einschulung der Neuen erhielten sie im großen Konferenzraum des Altmark-Klinikums Salzwedel  in feierlichem Rahmen ihre Zeugnisse und sind als frisch ausgebildete examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger der letzte Jahrgang, der diese Berufsbezeichnung führen darf.

    Kirsten Dobbert, Leiterin der Pflegeschule, gab den Absolventen folgende Worte von Nelson Mandela, einem führenden südafrikanischen Politiker mit auf dem Weg: „Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst um die Welt zu verändern.“  Sie fügte hinzu: „Nutzen Sie diese Waffe! Es gibt Menschen, die haben für Sie Spuren hinterlassen, in denen Sie sich beweisen können. Es ist aber wichtig, dass Sie dabei Ihre eigenen Schuhe tragen, um einen sicheren Stand zu haben.“

    Sechs der Absolventen gehen ihren beruflichen Weg in den Krankenhäusern der Altmark-Klinikum gGmbH in Gardelegen und Salzwedel weiter und sieben Frauen und Männer am Salus-Fachklinikum in Uchtspringe.

    „Sie haben einen Beruf mit exzellenten Zukunftsaussichten erlernt“, sagte Doreen Kassuhn, Leiterin des Personalmanagements der Salus Altmark Holding. Dabei sei nicht nur der Pflegebedarf im Kontext mit der allgemeinen demographischen Entwicklung zu gewichten, sondern die enorme Bedeutung der körperlichen und psychosozialen Gesundheit für die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts. „Mehr denn je sind Menschen gefragt, die mit ihren Kenntnissen, ihren Erfahrungen und ihrem Einfühlungsvermögen zur strukturübergreifenden Pflege erkrankter Menschen beitragen, aber auch Verantwortung für Prävention übernehmen.“ Der öffentliche Diskurs im Zuge der Corona-Pandemie lasse erwarten, „dass auch die Wertschätzung dieser Arbeit auf einem guten Weg ist“.

    Die Absolventen seien jetzt heiß umworbene Fachkräfte, so Kassuhn weiter. „Auf jeden Fall gilt: Die Türen in den Einrichtungen der Salus Altmark Holding sind für qualifizierte und engagierte Pflegedienstmitarbeiter immer offen; die vielfältigen Wirkungsfelder des Verbundes bieten zahlreiche Möglichkeiten, um sich beruflich weiterzuentwickeln.“

Im Gespräch mit Dr. med. Stefan Rossa, Chefarzt der Klinik für Kardiologie mit Herzkatheterlabor

Weitere Nachrichten

  • 18.07.2022 | Kompetenzerweiterung im Fachärztlichen Zentrum in Gardelegen

    Neue Praxis mit Dr. med. Michael-Jan Schuhmann, Facharzt für Urologie, eröffnet

    Gardelegen. Dr. med. Michael-Jan Schuhmann bietet seit 1. Juli seine medizinische Expertise als Facharzt für Urologie im Fachärztlichen Zentrum am Altmark-Klinikum in Gardelegen an. Der Mediziner ist bereits mit den Gegebenheiten des Fachärztlichen Zentrums und der Zusammenarbeit mit dem Altmark-Klinikum bestens vertraut: Denn von 2001 bis 2015 war der Urologe schon einmal im Altmark-Klinikum Salzwedel im ambulanten Sektor und flankierend stationär als Belegarzt tätig gewesen. „Viele meiner Patienten sind hier in der Altmark wohnhaft. Außerdem kann ich mich noch sehr gut an die herausragende Zusammenarbeit mit einigen Kollegen erinnern“, begründet Dr. Schuhmann und fügt hinzu: „Deshalb fiel mir die Entscheidung nicht schwer wieder zum Fachärztlichen Zentrum und damit zum Altmark-Klinikum zurückzukehren.“

    Die Freude über den bekannten Neuzugang ist auch auf den Seiten des Klinikums und des Fachärztlichen Zentrums  groß: „Wir freuen uns sehr, dass wir Dr. Schuhmann wieder für uns gewinnen konnten, um das Leistungsprofil der medizinischen Akut- und Regelversorgung in der Region nicht nur zu erhalten, sondern weiterhin auszubauen“, sagt Dr. Michael Schoof, Medizinischer Geschäftsführer der Altmark-Klinikum gGmbH.

    „Das Leistungsprofil und die Qualifikationen, die Dr. Schuhmann mitbringen, fügen sich hervorragend in unseren vorhandenen ambulanten Strukturen ein“, macht Heidi Köhler, Geschäftsführerin des Fachärztlichen Zentrums, deutlich und verweist dabei auf das bereits bestehende ambulante Angebot der fachärztlichen Praxen für Chirurgie, Innere Medizin, Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Neurologie sowie Orthopädie und Diabetologie.

    Der Facharzt für Urologie wird von Schwester Sophia-Loreen Gaede im Praxismanagement unterstützt. Sie wurde ebenfalls am 1. Juli als neue Kollegin im Verbund des Fachärztlichen Zentrums am Altmark-Klinikum begrüßt.

    Zum Leistungsprofil von Dr. med. Michael-Jan Schuhmann gehören unter anderem die Vorsorge, Früherkennung und Behandlung von urologischen Haupterkrankungsbildern wie z. B. Prostatakarzinom, Nierentumorerkrankungen, Blasen- und Harnwegs- sowie Hodentumorerkrankungen. Zudem können in der Praxis auch Notfallbehandlungen, um Koliken, verursacht durch Steinleiden z. B. in Harnwegen oder Nieren, von dem Facharzt für Urologie durchgeführt werden. Des Weiteren wird er zu Themen wie Sexualmedizin und Inkontinenz beratend tätig sein. Nähere Informationen und Kontaktdaten zur Praxis für Urologie und Dr. med. Michael-Jan Schuhmann sind auf der Homepage des Altmark-Klinikums unter dem Fachärztlichen Zentrum Gardelegen zu finden.

  • 07.07.2022 | Paula Schulz: "Es ist auf jeden Fall mein Ding!"

    Gesundheits- und Krankenpflegerin über ihr Studium zum Physician Assistant im Altmark-Klinikum

    Salzwedel. „Ich will mich noch weiterentwickeln“, war der ausschlaggebende Gedanke, der Paula Schulz dazu veranlasste, sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen und sich wieder auf die Schulbank zu setzen. Nach erfolgreicher Ausbildung und den ersten Jahren im Beruf suchte die Gesundheits- und Krankenpflegerin nach einer Herausforderung, die sie beruflich weiter wachsen lässt. Also bewarb sie sich in der Altmark-Klinikum gGmbH um den intern ausgeschriebenen Studienplatz zum Physician Assistant (PA), was übersetzt Arztassistent bedeutet, ein relativ neuer Beruf, dessen Kenntnisse in einem Bachelorstudium vermittelt werden.

    „Ein PA entlastet den Arzt für seine Kernaufgaben und unterstützt ihn, indem er delegierbare Aufgaben übernimmt, die Pflegekräfte rechtlich nicht ausüben dürfen“, erklärt Paula Schulz. Mittlerweile ist sie im sechsten Semester und hat somit schon den überwiegenden Teil der dreijährigen Zeit des dualen Bachelor-Studiums absolviert. Während ihrer regelmäßigen Praxiseinsätze wächst sie mehr und mehr in ihre Position hinein und wird zu einem festen Bindeglied zwischen Pflegekräften und Ärzten – ganz so, wie es vorgesehen ist und so wie sie es sich vorgestellt hat. „Es ist auf jeden Fall mein Ding, ich bin froh, diesen Weg eingeschlagen zu haben und sehe Potenzial in diesem Berufsbild.“

    Der Weg dorthin war nicht ganz einfach. Da sie zwar die geforderte Ausbildung in einem pflegerischen oder medizinischen Beruf erfolgreich abgeschlossen aber zuvor kein Abitur gemacht hatte, musste sie die Zugangsprüfung für die Berufsakademie in Plauen (Vogtland) absolvieren. Da sie richtig Lust hatte, nochmal was Neues zu lernen und sich weiterzuentwickeln, war das Pauken von Mathe, Englisch und anderen relevanten Fächern ein Vorgeschmack auf das Lernpensum, das dann während des Studiums zu absolvieren war und ist. Lerninhalte sind unter anderem medizinische Theorie, Prozess- und Qualitätsmanagement, System- und Methodenkompetenz und Medizinische Praxis.

    Während des Studiums wechseln sich Theorie und Praxis im Drei-Monats-Rhythmus ab. Während ihrer Zeit in Plauen ist sie mit anderen Studienkollegen in einer Wohngemeinschaft (WG) untergebracht. „Die WG ist möbliert und wir können sie nur für den Theoriezeitraum mieten. Für die Theoriezeit ziehen wir ein und für die Praxiszeit wieder aus. Das ist total praktisch, weil man in Plauen nicht auch noch eine Wohnung braucht“, erklärt sie. „Ich freue mich immer, wenn es wieder in die Praxis geht“, sagt die sympathische Studentin. In verschiedenen Abteilungen hat sie schon gearbeitet. „Es ist alles sehr spannend und interessant.“ Jüngst absolvierte sie das OP-Semester.

    Wichtig bei den Praxiseinsätzen ist der Kontakt zu ihrem Mentor, dem Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Intensivmedizin, Dr. med. Peer Lutz. Er sieht in dem Berufsbild großes Potenzial, „weil Physician Assistants zu einhundert Prozent und ohne Qualitätseinbußen Aufgaben übernehmen, die sonst Ärzte erledigen müssten“. Was Paula betrifft, mache sie ihre Aufgabe sehr gut. „Sie ist gewissenhaft, zuverlässig, sehr engagiert und hat, gerade was medizinisches Wissen angeht, sehr viel dazugelernt.“ Einen späteren Einsatz auf der Intensivstation könne er sich sehr gut vorstellen. „Paula könnte sich dort gut einbringen, es ist viel zu dokumentieren.“ Auf lange Sicht würde sich das Aufgabenspektrum mehr und mehr erweitern, so dass es ein facettenreiches, verantwortungsvolles Arbeiten wäre.

    Damit ein Physician Assistant seine Aufgabe optimal erfüllen kann, erfolgt die Anstellung im ärztlichen Dienst mit einer Kernarbeitszeit von 7 Uhr morgens an. So ist Paula Schulz bei den morgendlichen Röntgen- und Frühbesprechungen mit dabei und bei Visiten, darf Dokumentationsaufgaben übernehmen, bereitet Arztbriefe vor und führt stellvertretend mit Angehörigen Gespräche. All die Dinge, für die den Ärzten im Arbeitsalltag oft zu wenig Zeit bleibt. „Da merkt man, dass PA ein wichtiger Beruf ist und wirklich auch das Bindeglied zwischen Pflegekräften und Ärzteschaft.“

    Pflegedirektorin Birgit Riehs bestätigt: „Ja, Physician Assistants sind im Klinikalltag eine wichtige Ergänzung.“ Um Mitarbeiter zu unterstützen, die sich für das Studium entscheiden, werde das Gehalt während der drei Jahre weitergezahlt und später auch eine Übernahme ins Altmark-Klinikum garantiert. Was das betrifft, würde Paula Schulz, wenn sie es sich aussuchen könnten, gerne auf der Intensivstation arbeiten. „Das Aufgabengebiet dort ist breit gefächert, das gefällt mir richtig gut“, sagt sie voller Begeisterung.

    Tätigkeitsrahmen von Physician Assistent (laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung)

    1. Mitwirkung bei der Erstellung der Diagnose und des Behandlungsplans
    2. Mitwirkung bei komplexen Untersuchungen sowie Durchführung von medizinisch-technischen Tätigkeiten, soweit diese nicht speziellen Berufsgruppen vorbehalten sind
    3. Mitwirkung bei der Ausführung eines Behandlungsplans
    4. Mitwirkung bei Eingriffen
    5. Mitwirkung bei Notfallbehandlungen
    6. Adressatengerechte Kommunikation und Informationsweitergabe
    7. Prozessmanagement und Teamkoordination
    8. Unterstützung bei der Dokumentation

    Übrigens: Das Altmark-Klinikum vergibt noch Ausbildungsplätze für das kommende Ausbildungsjahr ab 1. August 2022. Gesucht werden Kaufleute im Büromanagement und Pflegfachfrauen bzw. Pflegefachmänner. Wer Interesse hat, schickt eine Bewerbung per E-Mail an bewerbung(at)sah.info.

  • 20.05.2022 | Stillen und Muttermilch sind die ideale Ernährungsform für Neugeborene

    Im Gespräch mit Chefarzt Dr. Roberto Müller

    Welche gesundheitlichen Vor-/Nachteile bringt das Stillen für Mutter und Kind?

    Stillen und Muttermilch stellen die ideale Ernährungsform für Neugeborene dar. Mit der Muttermilch hat die Mutter stets die ideale Nahrung in der richtigen Temperatur dabei. Muttermilch ernährt nicht nur, sie schützt auch. Neben der sehr speziellen Zusammensetzung von Fett und Wasser in der Muttermilch enthält diese auch wichtige „lebende Bestandteile“ wie Stammzellen und weiße Blutkörperchen sowie bioaktive Stoffe wie Antikörper, Enzyme und Hormone. Damit wird das Neugeborene nicht nur ideal ernährt, sondern erhält auch Inhaltsstoffe die zur Bekämpfung oder Verhinderung von Krankheiten beitragen und die normale Entwicklung des Kindes fördern.

    Babys die mindestens 6 Monate ausschließlich gestillt wurden, haben weniger häufig Durchfall, Übelkeit, Gastroenteritis, Erkältungen, Grippe, Ohrenentzündungen, Atemwegsinfektionen und Pilzinfektionen. Erkrankte ausschließlich gestillte Babys werden schneller wieder gesund als nicht gestillte Babys.

    Stillen hat eine beruhigende und tröstende Wirkung. Sowohl bei der Mutter als auch beim Baby kommt es zur Ausschüttung von Oxytocin, dem sogenannten Glückshormon („Kuschelhormon“). Deshalb schlafen gestillte Babys schneller wieder ein. Dass gestillte Babys häufiger nach der Brust verlangen, als gefütterte nach der Flasche, ist ein Mythos. Gestillte Babys entwickeln besser als gefütterte einen gesunden Biorhythmus.

    Sowohl hinsichtlich der primären Hirnentwicklung, als auch bei schulischen Leistungen und späteren Einkommensverhältnissen zeigten sich für mindestens 6 Monate Gestillte weltweit eindeutige Vorteile. Gestillte Babys konnten im weiteren Leben besser mit Stress umgehen, hatten wesentlich seltener Diabetes oder Fettleibigkeit und sogar das Risiko für bestimmte Krebsarten zeigte sich deutlich reduziert.

    Keine der zahlreichen Muttermilch-Ersatznahrungen kann die „lebenden Bestandteile“ der Muttermilch ersetzen. Zudem weisen diese Produkte teilweise erhebliche Qualitätsunterschiede auf. Bei Stillunfähigkeit sollte sich die Mutter ausführlich beraten lassen.

    Die Muttermilch ist sehr energiereich. Deshalb sollten sich Stillende ausgewogen und gesund ernähren. Bei Übergewicht kann Stillen eine ausgewogene Ernährung und ein Fitnessprogramm beim Abnehmen förderlich sein.

    Stillen hat natürlich auch so kleine „Nachteile“. Der Milcheinschuss ist oft unangenehm und es bedarf geduldigen Durchhaltevermögens. Auch Stillprobleme können belastend sein. Einige Stillende fühlen sich durch die Tatsache, ganz allein für die Ernährung des Neugeborenen verantwortlich zu sein, belastet. In diesen Fällen leisten die beratenden Hebammen wichtige und hilfreiche Arbeit.

    Als Stillende muss man auf Genussmittel wie Alkohol und Nikotin verzichten. Die Sexualität ist wegen der meist sehr berührungsempfindlichen Brust beeinflusst. Manche Männer sind auch durch die Intimität zwischen Mutter und Kind beim Stillen irritiert. Gelegentlich stößt das Stillen nicht nur beim Partner sondern auch im sozialen Umfeld auf fehlende Akzeptanz. Nicht zuletzt kann das Stillen im Einzelfall den Wiedereinstieg in den Beruf erschweren.

    Alle scheinbaren oder tatsächlichen Nachteile können jedoch die Vorteile nicht aufwiegen und für viele Probleme wissen die beratenden Hebammen praktische, pragmatische Lösungen.

     

    Wie funktioniert die Stillberatung im Altmark-Klinikum?

    Im Altmark-Klinikum werden alle Entbundenen in ihrem Wunsch zu stillen unterstützt. Da die jungen Mütter meist maximal 2 Tage in der Klinik sind, kann jedoch hier nur der Grundstein gelegt werden. Die Stillberatung ist die Domäne der nachsorgenden Hebammen. Bei kurzfristigen Problemen können sich die jungen Muttis jedoch auch telefonisch Rat holen oder sich nach telefonischer Vereinbarung vorstellen.

    Mütter, die nicht Stillen wollen, werden nicht stigmatisiert. Sie erhalten eine ausführliche Beratung und ein Privatrezept für ein Medikament zur Unterbindung der Milchbildung.

    Wer nach einiger Zeit des Stillens dann damit aufhören möchte, sollte dies mit der Hebamme oder alternativ dem Frauenarzt besprechen. Es gibt sowohl physikalische als auch medikamentöse Methoden die Milchbildung zum Sistieren zu bringen. Auch in dieser Hinsicht ist Geduld gefragt, da das Abstillen nicht von heute auf morgen funktioniert. Das Kind einfach nicht mehr an die Brust zu lassen endet im Milchstau mit Schmerzen und Fieber. Daher sollten Hebamme oder Frauenarzt ins Vertrauen gezogen werden.

Unsere Ansprechpartnerin

  • Ivonne Bolle

    Pressesprecherin

    Telefon

    03901 88-7035 | 0174 6517855

    Adresse

    Brunnenstr. 1

    29410 Salzwedel