Aktuelles

Berufliche Wirkungsfelder im SAH-Verbund: Schülerinnen und Schüler auf Entdeckungstour

"Willkommen im Salus-Fachklinikum Bernburg!" Nach der Begrüßung erwartete die Schülerinnen und Schüler eine vielseitige und praxisbezogene Entdeckungsreise durch die Berufswelt in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung.
Alles okay mit der Handhygiene? Ein UV-Test mit Schwarzlicht ist ein sehr anschauliches Werkzeug zur Darstellung von Benetzungslücken. Dies zeigten Auszubildende zur Pflegefachkraft auch den jungen Gästen des Zukunftstages in Bernburg.
Interesse, Neugier und im besten Fall Begeisterung für einen Berufsweg in der Pflege oder anderen Bereichen des Gesundheitswesens wecken, war das erklärte Ziel des Zukunftstages im Krankenhaus Gardelegen. Dazu trugen u.a. auch praxisbezogene Demonstrationen bei.
Physiotherapeut Matthias Strey-Markholz stellte im Salus-Fachklinikum Uchtspringe nicht nur das fachtherapeutische Berufsbild vor, sondern lud die Jugendlichen auch gleich zu einigen Übungen zur Förderung von Koordination und Gleichgewicht ein.
In der Salus-Eingliederungshilfe Uchtspringe lernte Leon u.a. verschiedene kreative Techniken kennen, die im Rahmen der Tagesförderung von Menschen mit Behinderung zum Einsatz kommen.
Gemeinsames Erinnerungsfoto an den Zukunftstag in der Salus-Eingliederungshilfe "St. Georgii" Magdeburg.
Die neuwerk-Tischlerei Uchtspringe ist mit einer CNC-gestützten Produktionslinie modern ausgestattet und bietet auch für die Berufsausbildung beste Voraussetzungen. Dies wurde interessierten Zukunftstag-Besuchern vor Ort gezeigt. Sie konnten sich hier auch gleich mal am Werkstoff Holz ausprobieren.
Das Programm des Zukunftstages im Krankenhaus Salzwedel begann mit einer Besichtigung des Kreißsaales, wo auch über Möglichkeiten der Geburtsgestaltung informiert wurde.
Streiflichter vom diesjährigen Zukunftstag für Mädchen und Jungen

Am diesjährigen Zukunftstag für Mädchen und Jungen, der bundesweit am 25. April 2024 stattfand, beteiligten sich erneut auch viele Einrichtungen bzw. Arbeitsbereiche der Salus Altmark Holding. Interessierte Schülerinnen und Schüler aus den Standort-Regionen nutzten die Gelegenheit, um die vielfältigen Ausbildungs- und Berufsperspektiven innerhalb unseres Verbundes zu entdecken. Neben den Gesundheits- und Sozialberufen, die bei der Behandlung, Pflege, Betreuung und  Begleitung von kranken, schwerbehinderten und sozial benachteiligten Menschen wichtig sind, standen auch Tätigkeitsfelder in Handwerk, Informatik, Gastronomie und Bürokommunikation im Blickfeld. Nachfolgend haben wir ein paar Streiflichter zusammengestellt: 

Im Salus-Fachklinikum Bernburg wurden aus dem breiten Spektrum der Professionen u.a. die Pflege, die Ergo- und Physiotherapie sowie die kaufmännische Tätigkeit im Gesundheitswesen näher vorgestellt. Ausprobieren konnten sich die jungen Gäste auf einem Pflegeausbildungs-Parcour, wo beispielsweise Themen der Krankenhaushygiene sowie die Messung von Vitalfunktionen wie Blutdruck, Puls und Körpertemperatur im Blickpunkt standen. Aktiv begleitet wurde der Bernburger Zukunftstag übrigens nicht nur von Fachkräften aus Praxisanleitung, Therapie und anderen Wirkungsbereichen, sondern von jungen Auszubildenden, die sich selbst bereits für einen Berufsweg in der Pflege entschieden haben. Fazit: Persönliche Kontakte und Begegnungen bleiben auch im digitalen Zeitalter eine wertvolle Plattform, wenn es um die Berufsorientierung geht.

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen. Sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer." Unter diesem Leitmotiv von A. Saint-Exupery stand der Zukunftstag im Altmark-Klinikum Gardelegen. In diesem Sinne war das Programm so gestaltet, um möglichst motivierende Begeisterung für die wertvollen Facetten des Pflegeberufes und andere Tätigkeiten im Gesundheitswesen zu wecken. Insgesamt 13 Mädchen und Jungen aus den Klassenstufen 7 bis 10 nutzten diese Gelegenheit gern. "Unsere jungen Gäste zeigten sich äußerst interessiert und waren teilweise überrascht, welche Leistungen in einem kleinen Krankenhaus so erbracht werden", berichtet der zentrale Praxisanleiter Kai-Michael Neubüser. "Gerade die umfassende Medizintechnik in der Endoskopie, der Radiologie, der Funktionsdiagnostik und auf der ITS sorgten für Erstaunen."  Ungeplante Episode am Rande: Wie der professionelle Umgang mit Akutsituationen erfolgt, erlebten die jungen Besucher*innen eindrucksvoll mit, als ein Junge im Besuchsverlauf ein kleine Kreislaufschwäche erlitt und ihm schnell geholfen werden konnte.

Am Zukunftstag im Salus-Fachklinikum Uchtspringe nahmen 13 Jugendliche im Alter zwischen 13 bis 15 Jahren teil. Sie gewannen dabei u.a. Einblick in die Ausbildungswege und praktischen Tätigkeiten, die die Berufsfelder in der Pflege, im Sozialdienst sowie im Fachgebiet der Psychologie prägen. Bei einem Rundgang wurden der kinder- und jugendpsychiatrische Bereich im Haus 58 sowie die Ergo- und Musiktherapie angeschaut. Nach der Mittagspause stand in der Physiotherapie ein Aktiv-Programm mit einigen Übungen auf der Tagesordnung, gefolgt von spannenden Abstechern in das klinische Labor und das Schlaflabor des schlafmedizinischen Zentrums. "In der Abschlussrunde konnten wir uns dann über eine durchweg positive Resonanz freuen - vielen Dank an alle Kolleginnen und Kollegen, die zur Programmgestaltung beigetragen haben." 

Interessante Zukunftstag-Programme gab´s am 25. April auch in den Einrichtungen der Salus-Eingliederungshilfe. Über seinen Tag im Wohnheim "St. Georgii II" Magdeburg berichtete der 12jährige Linus anschließend beispielsweise: "Ich fand es sehr cool, weil ich behinderten Menschen helfen und sie durch den Tag führen konnte. Ich habe bei der Frühstücksversorgung mitgeholfen, habe den Tisch gedeckt und die Bewohner beim Essen begleitet. Ich konnte in verschiedene Angebote reinschnuppern, zum Beispiel beim Gedächtsnistraining, bei der Theaterprobe und beim kreativen Gestalten. Am Ende waren wir noch spazieren." Beindruckt zeigt sich auch die 11jährige Mia: "Ich fand die Pflegerinnen (...) sehr nett. Die Bewohner, also die Beeinträchtigten, sind hier echt an einem guten Ort. Ich konnte sehr viel mithelfen und es hat mir echt gefallen", schildert das junge Mädchen ihre Eindrücke. In der Uchtspringer Salus-Einrichtung für Menschen mit Behinderung war der 13jährige Leon beim Zukunftstag dabei. Er lernte dabei die Wohnbereiche ebenso kennen wie die vielfältigen Angebote der Tagesförderung, deren Leiterin Marie Stolle jetzt schon gespannt ist: "Lassen wir uns mal überraschen, ob wir ihn in ein paar Jahren vielleicht bei uns als Mitarbeiter begrüßen dürfen."

Eine Hoffnung, die sie gewiss mit vielen anderen Zukunftstag-Organisator*innen teilt, darunter auch im SAH-Geschäftsbereich neuwerk. Hier wurden am 25. April 2024 die Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerks- und Dienstleistungsbereich vorgestellt. Je nach Anmeldung und Interesse, lernten die Jugendlichen die berufstypischen Tätigkeiten in Küche, Tischlerei sowie in der Bürokommunikation kennen - praktisches Ausprobieren inbegriffen. Sozialarbeiterin Stefanie Kämpfe, die sich bei neuwerk vor allem um berufliche Startchancen für benachteiligte und lernschwächere Jugendliche kümmert, möchte künftige Boys` und Girl´s-Day-Programme übrigens gern noch zielgruppen- und altersspezifischer zuschneiden: "Unsere diesjährige Gruppe war sehr heterogen. Das macht es schwierig, den Tag für alle gleichmaßen spannend zu gestalten." 

Der diesjährige Zukunftstag im Altmark-Klinikum Salzwedel begann - sinnbildlich wie das Leben - im Kreißsaal, wo Möglichkeiten der Geburtsgestaltung vorgestellt und die Räumlichkeiten gezeigt wurden. Im Herzkatheter-Labor konnten die Jugendlichen dann einen Eindruck davon gewinnen, wie man einen Katheter schiebt, den Ballon einführt und aufpumpt. Die jüngeren Gäste wurden in die kinästhetischen Arbeit eingeweiht und durften sich in einzelnen Bewegungsmustern ausprobieren. Um den Umgang mit Neu- und Frühgeborenen ging´s dann u.a. in der Pädiatrie, wobei auch die speziellen Bettchen begutachtet werden konnten. Im weiteren Verlauf des Besuchsprogramms standen diagnostische Methoden wie beispielsweise Herzechokardiographie, Röntgen und MRT im Blickfeld der jungen Gäste. Als "Patient" durfte zur Illustration auch mal ein Apfel herhalten, der durch das MRT gefahren und hinsichtlich seiner Schnittbilder erläutert wurde. Zum Abschluss führte der Weg auf die Viszeralchirurgie, wo sowohl erste Grundlagen der chirurgischen Pflege als auch die Möglichkeiten der generalistischen Pflegeausbildung aufgezeigt wurden. Eine "Tuchfühlung" mit der medizinischen Versorgung ergänzte schließlich den praxisbezogenen Zukunftstag in Salzwedel: Die jüngeren Gäste erhielten einen Castverband, die älteren ein Monitoring auf der ITS, verbunden mit der Erfahrung, wie schwer eine Beatmung mittels Ambubeutel sein kann. Sandra Hinz und Detlef Kirste von der Zentralen Praxisanleitungen resümieren: "Die Teilnehmenden gaben uns ein durchweg positives Feedback, waren über die praktische Einbindung und die bildlichen Erklärungen sehr glücklich. Allerdings wäre es aus unserer Sicht für einen solchen Tag in der Klinik besser, wenn man künftig ein Mindestalter von 13 Jahren voraussetzen würde."