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Brustkrebsmonat „Pinktober“: Früherkennung rettet Leben

Catrin Michelfeit: Engagement für Prävention und Früherkennung im Brustzentrum des Altmark-Klinikums.
Catrin Michelfeit über Prävention und Aufklärung im Brustkrebsmonat

Salzwedel. Im Brustkrebsmonat „Pinktober“ stehen Prävention und Früherkennung von Brustkrebs im Mittelpunkt. Catrin Michelfeit, Brustschwester im Brustzentrum der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Altmark-Klinikum Salzwedel, erklärt im Gespräch, welche Maßnahmen Frauen ergreifen können, um ihr Risiko zu senken, und warum Aufklärung so wichtig ist. Doch nicht nur Frauen sind betroffen: Jährlich werden auch ein bis zwei Männer im Brustzentrum in Salzwedel mit einer Brustkrebsdiagnose behandelt.

1. Frau Michelfeit, welche präventiven Maßnahmen sind zu ergreifen, um das Risiko einer Brustkrebserkrankung zu verringern, und wie unterstützt das Brustzentrum in der Früherkennung? 
Catrin Michelfeit: „Es gibt verschiedene präventive Maßnahmen, die Frauen ergreifen können, um ihr Brustkrebsrisiko zu senken. Dazu zählen ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger körperlicher Aktivität sowie der Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Teilnahme an den empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen. Für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren gehört dazu insbesondere das Mammografie-Screening. Erfreulicherweise wurde die Altersgrenze kürzlich auf 75 Jahre heraufgesetzt. Unser Ziel ist es, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und eine individuelle, bedarfsgerechte Betreuung anzubieten.“

2. Wie wichtig ist die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust, und was sollte beachtet werden, wenn Veränderungen sichtbar sind? 
Catrin Michelfeit: „Die Selbstuntersuchung der Brust ist ein einfaches, aber sehr wichtiges Mittel, um potenzielle Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Wir empfehlen, die Brust einmal im Monat abzutasten, idealerweise einige Tage nach der Periode, wenn das Brustgewebe weicher ist. Wenn eine Frau Knoten, Hautveränderungen, Veränderungen an der Brustwarze oder ungewöhnliche Sekrete bemerkt, sollte sie zeitnah eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Im Brustzentrum bieten wir Schulungen zur korrekten Durchführung der Selbstuntersuchung an, um Frauen zu unterstützen, sicherer im Umgang mit ihrem eigenen Körper zu werden.“

3. Wie unterstützt das Brustzentrum Frauen, die mit einer Brustkrebsdiagnose konfrontiert sind, und welche Rolle spielt dabei die individuelle Betreuung? 
Catrin Michelfeit: „Eine Brustkrebsdiagnose ist für jede Frau ein einschneidendes Erlebnis, das viele Ängste und Unsicherheiten mit sich bringt. Im Brustzentrum legen wir daher besonderen Wert auf eine individuelle und umfassende Betreuung. Wir begleiten unsere Patientinnen und auch Patienten von der Diagnose über die Therapieplanung bis zur Nachsorge. Jede Person erhält bei uns eine maßgeschneiderte Unterstützung, sowohl medizinisch als auch emotional. Unser Team aus Ärztinnen, Pflegekräften, Psychologinnen und Physiotherapeutinnen arbeitet Hand in Hand, um den bestmöglichen Behandlungsweg zu finden und Betroffenen in dieser herausfordernden Zeit zur Seite zu stehen.“

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