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Gütesiegel für Altmark-Klinikum Gardelegen: Erstzertifizierung als Zentrum für die Versorgung von älteren Patientinnen und Patienten mit Knochenbrüchen

Das Altmark-Klinikum Gardelegen wurde als alterstraumatologisches Zentrum zertifiziert, was unsere Expertise und Erfahrung in der Versorgung älterer Patientinnen und Patienten mit Knochenbrüchen unter-streicht. Ein Meilenstein, den wir unserem engagierten Team mit dem Leitenden Oberarzt, Dr. Jochen Schramm (v. l.), Chefarzt Dr. André Paszkier, Chefarzt Dr. Michael Schoof und dem Leitenden Oberarzt Dr. Steffen Leuschner zu verdanken haben.

Gardelegen. Das Altmark-Klinikum in Gardelegen hat die Anerkennung als alterstraumatologisches Zentrum nach den Qualitätskriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) erhalten. Das Gütesiegel wurde von der Zertifizierungsstelle CERT IQ (Fürth) auf Basis einer tiefgründigen fachlichen Prüfung verliehen. Sie umfasste neben schriftlichen Dokumentationen und Leistungsnachweisen auch eine ganztägige Vor-Ort-Auditierung durch externe Fachleute. 

Dabei waren anspruchsvolle Kriterien zu erfüllen, die nach heutigem Stand der Wissenschaft bei der chirurgisch-geriatrischen Versorgung älterer Menschen mit Unfallverletzungen einen hohen Stellenwert haben. Diese beziehen sich u.a. auf konzeptionelle Grundlagen, die Besetzung mit qualifiziertem Personal, die interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie auf die klinische Infrastruktur und einschlägige Weiterbildungsangebote. Auf den Prüfstand genommen wurde der komplette Behandlungsprozess von der Notaufnahme über die Anästhesie, Radiologie, Chirurgie und Geriatrie einschließlich der dazugehörigen Leistungen in Bereichen wie Physio- und Ergotherapie, Hilfsmittelversorgung und Entlassungsmanagement. Dabei galt dem Zusammenwirken der verschiedenen Professionen unter chefärztlicher Federführung des Zentrums für Chirurgie und der Klinik für Geriatrie besonderes Augenmerk. Ebenso wurden konkrete Fallberichte „unter die Lupe“ genommen, um die Qualität der Diagnostik und Behandlung zu beurteilen.

 „Wir freuen uns sehr über diese wertvolle Anerkennung unserer Expertise und Erfahrung, das ist eine großartige Teamleistung im Sinne des Patientenwohls“, verweist der Medizinische Geschäftsführer Dr. Michael Schoof auf die intensive Arbeit, die der Auszeichnung vorausgegangen ist. Dabei sei der Fokus insbesondere auf das abgestimmte fachärztliche Miteinander von Chirurgie und Geriatrie im gesamten Behandlungsverlauf gerichtet worden. Die Beweggründe für die Zentrumsbildung in Gardelegen beschreibt der erfahrene Chefarzt für Geriatrie so: „Knochenbrüche im fortgeschrittenen Alter haben meistens wesentlich schwerere Folgen als in jüngeren Jahren. Bereits ein Sturz in der Wohnung oder ein Stolpern auf der Straße können für hochbetagte Menschen, die oft von chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Herzschwäche oder demenziellen Veränderungen betroffen sind, das Ende der Mobilität und Selbstständigkeit nach sich ziehen. Dies möglichst zu verhindern, ist Ziel der Alterstraumatologie, die im Kontext mit der demografischen Entwicklung einen besonders hohen Stellenwert hat.“

Dies unterstreicht Dr. André Paszkier, Chefarzt des Gardelegener Zentrums für Chirurgie, anhand von Erhebungen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, wonach in Deutschland jährlich etwa 720.000 Knochenbrüche bei Menschen mit altersbedingter Knochenbrüchigkeit, der sogenannten Osteoporose, passieren – Tendenz steigend. „Die Operation dieser Verletzungen ist eine unfallchirurgische Herausforderung und die Kooperation mit unseren Fachkräften aus der Altersmedizin sehr wichtig, damit die Mobilisation nach der OP unter Berücksichtigung internistischer und anderer Begleiterkrankungen bestmöglich gelingt.“

Besonders oft sind im klinischen Alltag übrigens Oberschenkelbrüche zu versorgen: Bundesweit erleiden laut DGU pro Jahr mehr als 140.000 Patienten über 65 Jahren diese Verletzung – sie gehört damit zu den zehn häufigsten Diagnosen in deutschen Krankenhäusern. „Die bestmögliche Versorgung dieser Menschen steht im Mittelpunkt der Alterstraumatologie, die wir hier in Gardelegen kontinuierlich aufgebaut haben und weiterentwickeln“, erklärt Dr. Paszkier auch im Hinblick darauf, dass die Zertifizierung in drei Jahren unter den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verteidigen ist.

Aus Sicht des Kaufmännischen Direktors Florian Landsmann ist die erfolgreiche Erstzertifizierung als AltersTraumaZentrum Gardelegen ein weiterer Meilenstein bei der Umsetzung des strategischen Zielbildes für das Altmark-Klinikum: „Dabei geht es neben der verlässlichen Notfall‐ und Grundversorgung an beiden Standorten auch um die Ausbildung fachlicher Schwerpunkte und Zentren, wie sie hier in Gardelegen unter anderem auf dem Gebiet der Chirurgie sowie der Geriatrie gestaltet werden. Die jüngste Zertifizierung zeugt von einer hervorragenden interdisziplinären Zusammenarbeit, die den älteren Menschen in unserer Region und darüber hinaus zugutekommt“, verweist Florian Landsmann darauf, dass die altersmedizinische Versorgung am Krankenhauses Gardelegen auch über die Altmark hinaus einen guten Ruf genießt. „Darauf sind wir stolz, das verdient Respekt und Anerkennung. Wir gratulieren und danken allen an der alterstraumatologischen Zertifizierung beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich“, würdigt der Kaufmännische Direktor den Erfolg. 

Kurz informiert
Die Initiative AltersTraumaZentrum DGU® wurde durch die Arbeitsgruppe Alterstraumatologie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) ins Leben gerufen. Um die Sicherheit und Qualität in der Versorgung älterer Patienten zu erhöhen, entstand die Idee einer Zertifizierung von Alterstraumazentren.
Mit der DGU als herausgebender Stelle wird das Verfahren von einem unabhängigen und akkreditierten Zertifizierungsunternehmen mit Expertise im Gesundheitswesen durchgeführt und verantwortet.