Salzwedel. Ein Jahr voller Herausforderungen und persönlicher Entwicklung liegt hinter ihnen. Die Absolventinnen und Absolventen des Kurses GPA 22 der Pflegeschule am Altmark-Klinikum Salzwedel haben ihre Pflegeausbildung erfolgreich abgeschlossen und dabei nicht nur fachlich, sondern vor allem menschlich Großes geleistet.
„Pflege bedeutet Geduld, Stärke, Teamgeist und Empathie. Es bedeutet, Verantwortung für den Menschen in seiner Ganzheit zu übernehmen“, sagt Manuela Walter, Leiterin der Pflegeschule am Altmark-Klinikum Salzwedel. „Und genau dieser gesellschaftliche Mehrwert macht diesen Beruf so besonders.“
Das letzte Ausbildungsjahr war alles andere als einfach: Ein stürmischer Schulleitungswechsel, wechselnde Lehrkräfte und unvorhersehbare Herausforderungen stellten die Schülerinnen und Schüler vor große Aufgaben. „Es lief nicht immer reibungslos, aber gerade das hebt diesen Jahrgang von den anderen ab“, erklärt Jürgen Richter, Geschäftsführer der Salus Altmark Holding. „Trotz aller Schwierigkeiten haben alle mit sehr guten Leistungen bestanden. Nichts verbindet mehr als gemeinsam überstandene Herausforderungen.“
Die jungen Pflegekräfte reflektieren ihre Erfahrungen mit Humor und Ehrlichkeit. Schülerin Jo-Ann Marisol Maria Heyer erzählt: „Wir fühlen uns gerade jetzt wie im Frühdienst – konfus und müde“, und berichtet aus der dreijährigen Ausbildungszeit: Schichtpläne wirkten wie vom Zufallsgenerator erstellt, Multitasking war ihr Alltag. Doch haben sie alles mit Herzblut gemeistert. „Fehler sind nicht das Ende, sondern nur ein weiterer Weg, um zu lernen.“
In einer besonders bewegenden Rede würdigte Kursleiterin Jennifer Sperber die Leistungen des Jahrgangs: „Ihretwegen sind wir heute hier. Pflege ist nicht nur das, was Sie tun. Pflege ist das, was Sie sind. Es heißt, weiterzumachen, auch wenn man müde ist. Pflegen Sie so, als wären es Ihre eigenen Angehörigen. Begegnungen mit Menschen, die wir begleiten, sind das, was bleibt.“ Sie erinnerte daran, dass diese Ausbildung wie eine Abfolge von Atemzügen verlaufen sei – leicht, tief, schwer – und dass die Absolventinnen und Absolventen in dieser Zeit rund 23 Millionen Atemzüge getan hätten. Jeder einzelne stehe sinnbildlich für Engagement, Herzblut und den Willen, trotz aller Hürden weiterzugehen. Mit dieser Kraft, so Sperber, gehe der Jahrgang nun gestärkt und selbstbewusst in seine berufliche Zukunft.
Besonders herausragend sind drei Absolventinnen, die ihre Ausbildung mit der Traumnote 1,0 abgeschlossen haben: Janice Wölk, deren Ausbildungsbetrieb das Zentrum für Soziale Psychiatrie Salzwedel war, Jo-Ann Marisol Maria Heyer, die im Pflegeheim „Am Karlsturm“ der Letzas Pflegeheim GbR ausgebildet wurde, sowie Anna Riebe, die ihre Ausbildung am Altmark-Klinikum Salzwedel absolvierte. Sie stehen stellvertretend für die hohe Qualität der Ausbildung und den außergewöhnlichen Einsatz des gesamten Jahrgangs.
„Pflege ist einer der schönsten und wichtigsten Berufe der Welt“, fasst Benny Friedrichs, Bildungsgangleiter & Koordinator der Pflegeschule zusammen. Und genau diese Botschaft tragen die jungen Fachkräfte nun hinaus in die Welt: Bereit, Menschen zu begleiten, Verantwortung zu übernehmen und die Pflege aktiv mitzugestalten.

