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Altmark-Klinikum: Not- und Härtefallregelung von Beschäftigten mehrheitlich abgelehnt

Geschäftsführung prüft Handlungsoptionen

Die Beschäftigten der Altmark-Klinikum gGmbH mit den Krankenhäusern in Gardelegen und Salzwedel haben der Gewerkschaft verdi das Verhandlungsmandat für einen Notlagentarifvertrag entzogen. Dadurch kann über den Vorschlag der Geschäftsführung, die vorerst bis April 2026 ausgesetzte Jahressonderzahlung 2025 schrittweise ab 2027 zurückzuzahlen, nicht mehr verhandelt werden. Die mehrheitliche Ablehnung ist Ergebnis einer von verdi durchgeführten Befragung der Beschäftigten.  Demnach sind 63 Prozent der Befragungsteilnehmer damit nicht einverstanden.  
„Das Votum der Beschäftigten ist zu respektieren, zieht jedoch eine akute Gefährdung der Liquidität nach sich“, erklärt Jürgen Richter, Geschäftsführer der Salus Altmark Holding gGmbH.  „Die Jahressonderzahlung wäre nunmehr im April in voller Höhe zu gewähren. Das erfordert harte Einschnitte. Darüber hinaus ist die Unterstützung der Gesellschafter bei der zukunftsfähigen, wirtschaftlich tragbaren Weiterentwicklung notwendig“, verweist er darauf, dass die Notlage auch von einem unabhängigen Institut tiefgreifend geprüft und bestätigt wurde. 

„Ich habe unsere Gesellschafter und den Aufsichtsrat über die Situation informiert, in dieser Woche finden entsprechende Mitarbeiterversammlungen in Gardelegen und Salzwedel statt. Ziel ist es jetzt, weitere Handlungsoptionen zur Vermeidung einer Zahlungsunfähigkeit auszuschöpfen“, so Jürgen Richter.
Ein Ansatzpunkt, um die entstandene Finanzlücke in Höhe von ca. 2,6 Millionen Euro noch schließen zu können, besteht darin,  Sanierungsmaßnahmen schneller als geplant liquiditätswirksam umzusetzen. Außerdem sind tarifliche Handlungsoptionen sowie die Beschleunigung von Zahlungen durch die Krankenkassen zu prüfen. 

Jürgen Richter betont: „Auch unter diesen schwierigen Bedingungen ist und bleibt es erklärtes Ziel, die wohnortnahe, verlässliche und bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung der Bevölkerung des Altmarkkreises zu gewährleisten und dabei den Besonderheiten des ländlich geprägten Flächenlandkreises gerecht zu werden. Wir sind uns der Unsicherheiten bewusst, die die aktuelle Situation mit sich bringt und setzen alles daran, Lösungen für dieses Jahr und die Zukunft zu finden.  Es ist uns wichtig, dass alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wissen: Ihre Arbeit und ihr Einsatz sind weiterhin von größter Bedeutung, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu sichern.“

Zur Einordnung
Die Tarifpartner der Altmark Klinikum gGmbH hatten im November 2025 einer Aussetzung der Jahressonderzahlung 2025 zugestimmt. Diese Not- und Härtefallreglung sah zunächst eine Verschiebung der Auszahlung bis April 2026 vor, um bis zu diesem Zeitpunkt sorgfältig über eine längerfristige Lösung zu verhandeln. Durch das ablehnende Votum der Beschäftigten können diese Verhandlungen jetzt nicht geführt werden. 

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