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Warum eine unerhebliche Selbstverständlichkeit gerade jetzt an Bedeutung gewinnt

Frau Dr. Mewes
Am 15. Oktober ist Tag des Händewaschens | Mit Dr. Ines Mewes, Leiterin der Stabsstelle Hygiene der Salus Altmark Holding, im Gespräch

Gardelegen. Am Sonntag, 15. Oktober, wird mit dem Welttag des Händewaschens für einige von uns auf eine eher unerhebliche Selbstverständlichkeit hingewiesen. Aber in der beginnenden Erkältungs- und Grippezeit gewinnt das Händewaschen als Präventionsmaßnahme gerade jetzt mehr an Bedeutung. Warum es so immens wichtig ist und dass Händewaschen nicht gleich Händewaschen ist, erklärt Dr. Ines Mewes, Leiterin Stabsstelle Hygiene der Salus Altmark Holding, in einem kurzen Gespräch.

Frau Dr. Mewes, es ist bekannt, dass Händewaschen nicht nur für ein sauberes, angenehmes Erscheinungsbild sorgt, sondern auch vor Krankheitserregern schützt. Kann man denn beim Händewaschen eigentlich etwas falsch machen?
Dr. Ines Mewes:
Ja. Zum Beispiel keine Seife zu verwenden und nur die Hände kurz unter laufendem Wasser abzuspülen. So ein Händewaschen schützt leider nicht vor Ansteckung und Übertragung. Die Hände müssen nass sein und die Seife sollte gut verteilt werden. Erst mit dem Schäumen werden die waschaktiven Substanzen der Seife gut aktiviert. Die sichtbaren Schmutzpartikel sowie auch die unsichtbaren Krankheitserreger können so gebunden werden und ermöglichen erst dann eine Reinigung der Haut.

Wie lange sollte das Händewaschen dauern?
Dr. Ines Mewes:
Um die Anzahl der Keime auf den Händen wirklich zu reduzieren, sollten mindestens 20 bis 30 Sekunden in das Händewaschen investiert werden. Während des Einschäumens sollte jedoch der Wasserhahn der Umwelt zuliebe und natürlich wegen Ressourcenknappheit ausgestellt werden. Nach dem Abspülen wird der Prozess des Händewaschens mit dem Trocknen abgeschlossen.

Fr. Dr. Mewes, die Erkältungs- und Grippewelle steht quasi vor der Tür. Welche Viren oder Keime können gerade in dieser Zeit wegen mangelnder Händehygiene übertragen werden?
Dr. Ines Mewes:
Übertragen werden Erreger von Durchfallerkrankungen, aber auch die Viren oder Bakterien, die für Krankheiten wie Atemwegsinfektionen oder Grippe verantwortlich sind – zum Beispiel das RS-Virus bei Kindern, Corona und Influenza. 

Vielen Dank für das Gespräch.