Klinik für Kardiologie

In der Klinik für Kardiologie im Krankenhaus Salzwedel wird die Behandlung von Patienten mit kardiologischen Erkrankung, auf dem Boden einer leitliniengerechten und evidenzbasierten Kardiologie nach Empfehlung der entsprechenden Fachgesellschaft durchgeführt.

Es besteht eine enge Kooperation mit den benachbarten Kliniken. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Weiterbildung von Ärzten und nichtärztlichem Personal.

Die Klinik steht darüber hinaus in enger Kooperation mit der Akutneurologie im Krankenhaus Gardelegen zur Behandlung neuro-kardiologischer Krankheitsbilder.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen und von Rhythmusimplantaten wie zum Beispiel Herzschrittmachern. Eine Herzschrittmacherambulanz steht für die Nachsorge zur Verfügung.

Das Herzstück unseres Diagnostikzentrums ist die Herzechokardiographie, welche nach modernsten Konzeptionen aufgestellt ist und in wenigen Wochen um eine Spiroergometrie erweitert wird. Nicht zuletzt wird Ende des Jahres 2019 unser neues Herzkatheterlabor in Betrieb gehen. Damit komplettiert sich die kardiologische Diagnostik und Therapie für eine wohnortnahe stationäre kardiologische Versorgung am Krankenhaus Salzwedel.


  • Echokardiographie inklusive 3D-Echo

    Bei der echokardiographischen Diagnostik gewinnen wir Ultraschall-Bilder Ihres Herzens. Dank dieses Verfahrens können wir beispielsweise Defekte der Herzklappen sowie Entzündungen oder Flüssigkeitsansammlungen im Herzen und Herzbeutel diagnostizieren. Darüber hinaus gewinnen wir Erkenntnisse über die Pumpleistung Ihres Herzens mit Bestimmung der linksventrikulären Pumpfunktion.

    • Kontrast-Echokardiographie
      Bei dieser Form des Herzultraschalls verabreichen wir zusätzlich ein nicht- jodhaltiges Kontrastmittel über einen Zugang in einer Vene am Unterarm. Das Kontrastmittel bewirkt, dass die verschiedenen Bereiche und Strukturen des Herzens im Ultraschallbild noch deutlicher dargestellt und voneinander abgrenzbar werden. Für den Untersucher ergeben sich daraus verbesserte Voraussetzungen, die Herztätigkeit zu überprüfen und etwaige Fehlfunktionen zu erkennen.

    • Transösophageale Echokardiographie
      Diese Untersuchungsmethode wird umgangssprachlich auch „Schluck-Echo“ genannt, da  wir die Ultraschallsonde über die Speiseröhre einführen. Dort befindet sie sich direkt hinter dem Herzen und liefert sehr exakte Bilder zur Beurteilung von Herzklappenfehlern und -entzündungen, Erkrankungen der Aorta (große Körperschlagader) und Herzscheidewand-Defekten. Zudem dient diese Untersuchung zum Ausschluss von Blutgerinnseln in Herzvorkammern und Herzkammern.

  • Belastungsuntersuchung

    Unsere Ärzte führen verschiedenartige Belastungsuntersuchungen durch. Man unterscheidet physikalische Belastungsuntersuchungen, bei denen eine körperliche Aktivität des Patienten erfolgt, und medikamentöse Belastungsuntersuchungen, bei denen wir gezielt ein Medikament verabreichen, um eine mögliche Minderversorgung des Herzens mit Blut aufzudecken. Darüber werden Sie in einem Aufklärungsgespräch umfassend informiert.

    • Belastungs-EKG (Fahrrad-Ergometrie)
      Das sogenannte Belastungs-EKG, auch Ergometrie genannt, kann Erkenntnisse über eine Herzkrankheit liefern. Auch hier messen wir Ihre Herzaktivität. Die Besonderheit bei der Ergometrie ist, dass Sie sich bei der Untersuchung nicht in Ruhe befinden, sondern zeitgleich eine körperliche Betätigung ausüben, „Radfahren“ auf einem Ergometer. Dabei wird die Leistung langsam kontinuierlich gesteigert und währenddessen die elektrische Aktivität des Herzens (EKG-Monitoring) registriert sowie der Blutdruck gemessen. Anhand der gewonnen Werte lassen sich bei Herzkrankheiten und Herzrhythmusstörungen noch detailliertere Diagnosen stellen.

    • Stress-Echokardiographie
      Hierbei handelt es sich in der Regel um eine medikamentöse Belastungsuntersuchung. Es wird über einen Zugang gezielt ein Medikament verabreicht. Durch den medikamentösen Einfluss wird, wie oben beschrieben, die Pumpleistung des Herzens angeregt. Die Belastung wird langsam gesteigert, parallel wird die Tätigkeit des Herzens per Ultraschall durch einen Arzt beobachtet. Durch dieses Vorgehen erhöhen wir die diagnostische Sicherheit unter anderem zum Nachweis einer Minderdurchblutung des Herzmuskels.

    • Langzeitblutdruckmessung
      Das Blutdruckmessen mit einer Manschette ist eine Standarduntersuchung, mit der Patienten in der Regel vertraut sind. Jedoch ist eine Blutdruckmessung immer nur eine Momentaufnahme und gibt keinen Aufschluss über Veränderung und Unregelmäßigkeiten Ihres Blutdrucks. Zu diesem Zweck besteht die Möglichkeit, Ihren Blutdruck mit einem mobilen Blutdruckmessgerät über eine Zeitspanne von bis zu 24 Stunden aufzuzeichnen. Die Messungen geben Aufschluss darüber, wie sich Ihre Blutdruckwerte im Laufe des Tages und der Nacht verändern. Unsere Ärzte können anhand dieser Werte eine medikamentöse Bluthochdrucktherapie festlegen oder auch überprüfen.
       

  • Langzeitblutdruckmessung

    Das Blutdruckmessen mit einer Manschette ist eine Standarduntersuchung. Allerdings ist eine Blutdruckmessung eine Momentaufnahme und gibt keinen Aufschluss über Veränderung und Unregelmäßigkeiten. Zu diesem Zweck besteht die Möglichkeit mit einem mobilen Blutdruckmessgerät über eine Zeitspanne von bis zu 24 Stunden Ihren Blutdruck aufzuzeichnen.
     

  • Duplexsonographie der extrakraniellen Hirngefäße und peripheren Gefäße
    • Behandlung von kardioneurologischen Krankheitsbildern in Kooperation mit dem Fachbereich Akutneurologie des Krankenhauses Gardelegen
      (z. B. Schlaganfall)
    • Konsilaruntersuchungen finden auf unserer kardiologischen Station statt
    • EEG, Duplexsonografie
  • Versorgung mit Herzschrittmacher/Defibrillator

    Wenn eine medikamentösen Therapieverfahren für die Behandlung Ihrer Herzrhythmusstörungen nicht hinreichend oder nicht geeignet sind, kann die Implantation eines Herzschrittmachers oder ggf. auch eines Defibrillators-Systems angeraten werden. Wir beraten Sie im Vorfeld ausführlich und führen die entsprechenden Operationen durch.

    • Aufgabe eines Herzschrittmachers
      Die Versorgung mit einem Herzschrittmacher erfolgt meist dann, wenn Ihr Herz lebensbedrohliche Aussetzer oder einen langsamen Herzschlag aufweist. Manchmal gehen diese Symptome auch mit Ohnmachtsanfällen einher. Spezielle Schrittmachersysteme, sogenannte ICD (Implantierbare Cardioverter-Defibrillatoren), überwachen und therapieren gefährliche Herzrhythmusstörungen, die in den Herzkammern auftreten.
      Darüber hinaus setzen wir auch zunehmend spezielle Schrittmacher ein, die über eine zusätzliche Elektrode bestimmte Formen einer chronischen Herzschwäche behandeln können, sogenannte CRT-Systeme.

    • Implantation eines Herzschrittmachers
      Wir implantieren den Schrittmacher in eine Tasche unter der Haut des Brustmuskels. Er wird über ein bis drei Sonden, die durch eine große, unter dem Schlüsselbein gelegene Vene zum Herzen geführt werden, mit dem Herzen verbunden. Der Schrittmacher enthält neben der Elektronik eine Batterie, die nach etwa sechs bis zehn Jahren erschöpft ist - dann wird ein Wechsel des Schrittmacher-Aggregates erforderlich. Die Sonden können wir dabei meist belassen. Die Herzschrittmacher- und die Defibrillator-Operationen werden in örtlicher Betäubung vorgenommen.

    • Hinweise und Nachsorge
      Wir klären Sie ausführlich darüber auf, wie Sie sich mit Ihrem neuen Schrittmacher verhalten sollten und was es in Zukunft zu beachten gilt. Nach der Operation erhalten Sie zudem einen Gerätepass und eine Informations-Broschüre, in welcher das weitere Prozedere nochmals erklärt wird. Nach der Schrittmacherimplantation ist es wichtig, den Arm auf der Seite des Herzschrittmachers in den ersten Tagen zu schonen und keinesfalls über 90° zu heben.
      Eine Kernspintomographie sollte bei Schrittmacher- und Defibrillator-Trägern nur im absoluten Ausnahmefall und nach vorheriger Rücksprache mit den betreuenden kardiologischen und radiologischen Ärzten durchgeführt werden. Mikrowellen- oder Reizstromanwendungen (bei der physikalischen Therapie) sollten nicht vorgenommen werden.

  • EKG, Langzeit-EKG, Telemetrie, Eventrecorder (Herzrhythmusdiagnostik)

    Bei wiederholten unklaren Bewusstseinsstörungen oder auf der Suche nach Herzrhythmusstörungen ist ggf. die Implantation eines Ereignisrecoders unter die Haut sinnvoll. Dieser speichert Episoden von schnellem und langsamen Herzschlag oder gar von Herzstillständen (Pausen). Dieses ermöglicht dem Arzt auch Herzrhythmusstörungen zu erkennen bei Patienten nach erlittenem Schlaganfall, um dann eine Therapieempfehlung abzugeben. Auch dieser Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung.

  • Elektrokardioversion
    • Therapie zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, welche in einer kurzen Narkose erfolgt
  • Herzschrittmacherambulanz
    • Nachsorgekontrollen von Herzschrittmachern/Defibrillatoren werden postoperativ ambulant durchgeführt
  • Herzkatheterlabor

    In unserem Klinikum verfügen wir ab Dezember 2019 über ein Herzkatheterlabor. Hier werden Sie von Kardiologen und in der kardiologischen Intensivmedizin geschulten Mitarbeitern betreut.

Unsere verantwortlichen Ärzte

  • Dr. med. Stefan Rossa

    Chefarzt | Facharzt für Innere Medizin, Facharzt für Kardiologie, Zusatzbezeichnung Interventionelle Kardiologie

    Telefon

    03901 88-7340
  • Dr. med. Julia Dettmer

    Leitende Oberärztin | Fachärztin für Innere Medizin, Fachärztin für Kardiologie, Zusatzbezeichnung Notfallmedizin

  • Dr.-medic Codruta Georgiana Iacob

    Oberärztin | Fachärztin für Kardiologie

  • Przemyslaw Wolyniec

    Oberarzt | Facharzt für Innere Medizin, Facharzt für Kardiologie, Zusatzbezeichnung Notfallmedizin

  • Monika Wojnowski-Schubert

    Funktionsoberärztin

Weiterbildungsermächtigung

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

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